mehr sicherheit beim surfen

der internetverkehr wird beschildert:

Quelle: Titanic Magazin

Quelle: Titanic Magazin

hier gibts das bild in groß

ich schreib jetzt auch auf twatter

Hi fans,
eurem beliebtesten blog, I have recently become happy and I find it over-rated, könnt ihr jetzt auch auf dem brandneuen micro-blogging-dienst Twatter folgen.

lest als erste die brillianten neuen einträge aus der welt der schönen und reichen: robbie williams, victoria beckham, jörg palawer.. wer ist der wanker? wer ist der doofkopf, wer ist die twat?

findet es heraus. jetzt auf twatter.go/1tba

lg,

tba

fäschn wiek

am freitag habe ich folgendes mitanhören und -sehen müssen: ein junges mädchen, etwa 14-15 jahre alt, neben ihr eine freundin, telefoniert mit dem handy:

ach ja, mutti, es ist fashion week. ich sagte faaaashion week!

also, wir haben toootaaal viele topmodels gesehen. und wir haben gaaanz viele fotos gemacht. also, da waren zwei von den topmodels, mit denen haben wir fotos gemacht, und dann diese regina, also regina hall…hall…hallmich, mit der haben wir fotos gemacht, und dann noch diese jenny …äh..jenny äh elbers oder so, die haben wir auch gesehen, die hat zu uns gesagt beim fotografieren, ihr schwitzt aber ganz schön, und ich hab zu der gesagt, du aber auch…

schon klar, mädels. wozu fotos von c-promis machen, wenn ihr noch nichtmal deren namen wisst. und danach denen gleich noch dumm kommt, und der eigenen mutter auch. eure mutter weiß nicht, was die fashion week ist? ihr wisst nicht, wer jenny elvers-elbertzhagen ist. ihr macht euch eigentlich unbekannte promis dumm an, und dann träumt ihr davon, selber berühmt zu werden. wenn es euch gelingt, habt ihr dann auch mit solchen dummen mädels zu tun? was besseres habt ihr wohl nicht verdient?

eingemauert

auf netzpolitik.org fand ich dieses hammer-geile video der deutschen welle, dass in zehn minuten mit tollen animationen den aufbau der innerdeutschen mauer erklärt.

in deutsch:

und in englisch:

absolut sehenswert!

kleine blogschau

normalerweise mag ichs ja nicht, wenn blogs nur auf andere sachen verlinken ohne selber irgendwelchen inhalt dazu zu bieten. aber heute mache ich selber mal eine kleine blogschau, weil so ein tag war, an dem ich lauter interessante sachen gelesen habe.

den anfang macht diese kolumne von tim renner, ex universal vorstandsvorsitzender und jetzt chef von motor.fm, berliner radiosender.

ihr findet darin: renners einschätzung von sinn und zweck der popkomm, eine direkte abrechnung mit dem porporz der musikindustrie, eine indirekte aufforderung zu mehr anarchie im musikgeschäft, eine meines erachtens zu schwammige beschreibung seines entwurfes für ein gegenkonzept zur popkomm namens all together now und ein hässliches foto von dieter gorny. all together now ist übrigens ein song der liverpooler band the farm, und als solcher eine berüchtigte englische fussballhymne.

in seinem spreeblick-universum macht sich johnny häusler, anscheinend die ereignisse rund um zensursula resümierend, gedanken über die freiheit der information im internet und im allgemeinen.

ihr findet darin: illustre/illustrierende beispiele für den fragwürdigen oder besonderen umgang mit sensiblen fotos, eine denkanregung zum graustufen zwischen scharz und weiß erkennen und ein foto, das man getrost einer berliner ethik-klasse (also allen, haha) als klausurfrage vorlegen kann.

in der taz kann man heute ein interview mit einer berliner sozialarbeiterin lesen, die seit 20 jahren prostituierte berät und betreut.

ihr findet darin: konkrete antworten zu fragen wie hartz vier für prostituierte, eine genauw zahl, wie viele der frauen sich freiwillig prostituieren und kein foto mit nackten titten drauf.

da ich nicht zu den tazlern gehöre, geb ichs zu: ich kam darauf über den mädchenblog.

auf der webseite von gesine schwan, die ihre für anderswo geschriebenen texte auch auf ihre seite stellt (hat wahrscheinlich keinen total-buyout-vertrag mit den zeitungsverlagen), gibt es einen text aus der zeit, der sich mit der debatte um den unrechtsstaat ddr auseinandersetzt.

ihr findet darin: sag ich nicht, lest selbst, ist sehr interessant. was ein total-buyout-vertrag ist, erklär ich das nächste mal, falls mich wer drum bittet, ja?!

und zum schluß, wie bei einer echten tageszeitung, ein comic. ihr findet darin: ein beispiel dafür, wie etwas (jetzt gerade) total aktuell wirken kann, obwohl es gar keinen bezug auf ein konkretes ereignis nimmt, eine kritische auseinandersetzung mit “wir unterbrechen unser programm für eine aktuelle live-berichtersattung aus besonderem anlass”-tv-journalismus und von mir den hinweis: man nennt so etwas “pseudo-ereignis”.

und nun die lotto-vorhersage für morgen, den 30.06.2009…

Michael Jacksons Tod im web2.0

heute früh bemerkte ein geliebter nahestehender mensch bei der zeitungslektüre schlau: Michael Jacksons Tod ist der erste tod einer ikone, über den man nicht nur in den zeitungen lesen kann.

als Lady Di 1997 starb, gab es zwar schon das internet, aber den begriff web2.0 kannte keiner, und die damit verbundenen charakteristika auch nicht. bürgerjournalismus gab es nur handgemacht auf papier, weblogs und twitter waren unbeschriebene blätter, selbst handies waren unpopulär, weil globig und teuer, smse wunrden kaum geschrieben. Michael Jackson ist der erste Star, der im informationszeitalter starb. neben zig blogeinträgen, kurznachrichten und twittereien zum thema gibt es auch ein paar gute texte, die sich mit dem Phänomen dahinter beschäftigen. xifan yang beschreibt auf jetzt.de, welche rolle die neuen medien für sie bei bekanntmachung und verbreitung des ereignisses spielten. wunderbar deutlich zeigt ahnungslos.ch statistiken und tag clouds zum thema. da wird unter anderem klar, warum man bürgerjournalismus nachsagt, er zeige die interessen der masse (der internetnutzer) deutlicher als traditionelle medienberichte. In den google hot trends taucht auf platz 22 “aaliyah death date” auf. es könnte sein, dass viele menschen beim diskutieren des themas sich an den plötzlichen tod der r’n'b sängerin Aaliyah (sie kam bei einem flugzeugabsturz ums leben) vor 8 jahren erinnert haben. hierzulande ist Aaliyah glaube ich nicht sehr bekannt, in den usa ist das anders. zu ihrer zeit gab es noch halbsweg vernünftiges mtv, und damalshabe ich es auch manchmal noch geschaut. mein persönlicher eindruck damals war, dass sie schon so eine art von ikone für das schwarze amerika war, zumindest wurde nach ihren tod öffentlich und offen getrauert, das wurde in tributes bei mtv-awards und in interviews mit anderen künstlern deutlich. es ist also vielleicht gar nicht so überraschend, dass viele leute an ihren tod erinnert wurden. auf platz 15 der suchanfragen geht es um Elvis‘ tod. professionellen journalisten wird im zusammenhang mit bürgerjournalismus oft vorgeworfen, sie würden ihr publikum nicht kennen, wüssten nicht was es bewegt. Elvis mögen viele redakteure in ihren nachrichtenartikel oder fernsehbeiträgen zu Jacksons tod erwähnt haben. ob Aaliyah auch vorkam, möchte ich bezweifeln.

doch auch wenn nicht jeder internetnutzer einen blog führt oder über seine gefühle twittern mag, also produzent von informationenist, fast alle tun weiterhin eins: konsumieren. und auch damit lassen sich statistiken zu einstellungen generieren. bei gulli steht zusammengefasst, wie und wo Michael Jacksons Platten posthum die Charts stürmen. Auch das ist eine Art, gesellschaftliche Relevanz zu messen.

fete de la … ?

leider fällt mir kein passendes wortspiel ein, obwohl die fete de la musique jetzt schon zwei tage her ist und ich genügend zeit zum überlegen hatte. fete de la mütter würde vielleicht meine erlebnisse gut zusammen fassen, auch fete de la gedränge wäre okay, aber so richtig knackig sind die beide nicht.

ich war zur diesjährigen fete jedenfalls im prenzlberg unterwegs, und meine eindrücke kann und möchte ich eigentlich nur mal schnell zusammen fassen. kollwitzplatz: alles voller mütter, kein durchkommen, nur gedränge. später gesellten sich ein paar alte element of crime fans dazu, die sich von der mütter-masse abhoben, obwohl sie soo besonders gar nicht aussahen. aber ich habe einfach jeden ohne kinderwagen pauschal verdächtigt, extra aus kreuzberg angereist zu sein.

vom element of crime konzert habe ich leider fast nichts mitbekommen. ich muss hier mal die veranstalter kritisieren, das war echt scheiße organisiert. die bühne war an einer straßenkreuzung aufgebaut, die viel zu klein für die masse an publikum war. es gab keinen punkt auf der kreuzung, an dem man in ruhe stehen und zuhören konnte, weil sich permanent leute an einem vorbeischoben, die entweder ein besseres plätzchen suchten oder genug von dem mist hatten. außerdem war die bühne nur von der mitte der kreuzung einsehbar, wer an einer der beiden seitlich hinführenden straßen stand, sah nichts. und hörte auch nicht viel, denn die akustik war bescheiden. also: nichts gehört, nichts gesehen, ständig angerempelt worden, um einen herum kampfeltern mit kindern – so viele, dass es mir sogar unangenehm war, eine rauchen zu wollen – wohlgemerkt unter freiem himmel. ich hatte das gefühl, sofort kommen drei mütter und wollen mit gewissensberuhigender bio-limo löschen.

ich habe das nich mal zwei lieder lang ausgehalten, dann bin ich nach hause gegangen.

später am abend, kurz vorm alles beendeten wolkenbruch, war ich noch kurz im mauerpark, den rest der fete de la musique habe ich im fernsehen und durch berichte von bekannten mitbekommen. ums mal neudeutsch und politisch auszudrücken, ich hatte das gefühl, berlin gentrifiziert sich bei der fete selbst. kindermusik am kollwitzplatz, techno im mauerpark und punk und ska in kreuzberg. und dazu das dementsprechende publikum: mütter, kids, punks. daraus, mal was anderes zu sehen und neue musik zu entdecken, ist nicht viel geworden, für mich jedenfalls nicht.

aber da ichs mir aussuchen kann, nächstes jahr gehe ich wieder nach kreuzberg!

sale

ran an den speck!

ran an den speck!

für alle, die am heutigen samstag mal ein bißchen shoppen gehen wollen, hier ein kleiner spruch als gedankenanregung für einen ruhigen moment im gewühl:

der schlußverkauf ist gottes strafe dafür, dass der mensch den kapitalismus erfunden hat.

zurück in die zukunft?

aktueller kurzfilm The Astounding World of the Future

gefunden auf Peter Glasers Blog Glaserei. Dort steht auch, dass der Film nominiert ist für das diesjährigen New York Comedy Festival.

ruhe im postfach!

twitter magnetboard

twitter magnetboard

zu deutsch: bitte bringt eure artikel und auseinandersetzungen zum thema twitter hier an und hört auf, unsere mailboxen damit zuzuspammen. ich gebe euch hier dafür sogar ein paar magneten. vielen dank!

gefunden auf www.passiveaggressivenotes.com

suche: partei für alle lebenslagen

wer übrigens noch nicht weiß, welche partei er zur europawahl am 07.juni wählen soll, beim wahl-o-mat kann man seine meinung zu 38 thesen angeben, und diese dann mit den forderungen der parteien vergleichen. fast wie bei einer partnerbörse – auf das man die partei finde, die zu einem passt!

think for yourself

aus der kategorie sensible suchmaschinen:

aber aber, lieber suchmaschinenbenutzer oder liebe suchmaschinenbenutzerin. es freut mich zwar, dass du auf meinem blog die antwort auf deine suchanfrage gefunden hast, die suchanfrage selbst macht mich dennoch stutzig:

welcher geschmack hat der lippenstift des geküssten mädchens in “i kissed a girl” ?

das sieht ja fast so aus, als ob du die 200-euro-frage vom wer wird millionär online spiel einfach zu google rüberkopiert hättest. schummeln gilt nicht! wenn das der jauch erfährt, darfst du nicht mehr mitspielen.

sparst du schon?

neulich beim irgendwo rumsitzen habe ich die aktuelle ausgabe der freundin in die finger bekommen und mal durchgeblättert. ehrlich gesagt sprach mich das groß auf dem cover angekündigte “special” an:

besser leben – weniger ausgeben!

mode, kultur, auto, wohnen … 66 überraschende tipps, um jetzt clever zu sparen

was dann an tipps kam, hat mich allerdings nur zum kopfschütteln gebracht. ein paar highlights, an die ich mich noch erinnern kann:

- mit dem rauchen aufhören. je nach stärke des konsums könne man bis zu 200 euro im monat sparen. außerdem wäre ja jetzt sowieso überall rauchverbot, deshalb wäre die gelegenheit noch nie so günstig.

als ob die tatsache, das man es dicke hat und vor lauter geld nichts damit anzufangen weiß, der einzige grund wäre, warum leute nicht aufhören können zu rauchen..

- nicht immer unterwegs sandwiches kaufen oder essen gehen. lieber mal zuhause brote schmieren und mitnehmen. spart ungeheuer.

was haben die leute bloss früher gemacht, bevors an jeder ecke ein mcdonalds gab? und wieso teuer? ich denk da kostet der burger nur n euro…

von der art gabs noch mehr hinweise:

- jeden morgen auf dem weg zur arbeit nen coffee to go (”ich hätt gern nen coffee to go, aber zum mitnehmen bitte!”…) holen ist teuer. vorschlag von freundin: einen thermosbecher kaufen, und zu hause selbst gekochten kaffee darin mitnehmen.

hut ab freundin, darauf muss man erstmal kommen. es ist ja nicht so, dass coffee to go eine neue erfindung von vor ein paar jahren ist, und sich niemand mehr daran erinnern kann, dass es frühmorgens auch los ging, ohne dass bäcker und coffeeshop überteuerten milchschaum zum mitschleppen anboten. geschweige denn, dass es außerhalb der großstädte deutschlands noch jede menge klitschen gibt, wo man überhaupt keinen coffee togo kaufen kann.

und noch einer aus der reihe:

- wie praktisch, wenn man in mundgerechte stücken zerkleinerten salat im supermarkt kaufen kann. man spart sich das schnippeln zu hause. aber laut freundin sollte man lieber einen ganzen salatkopf kaufen. hat mehr, kostet aber weniger.

auch die anderen tipps, die nichts mit essen oder supermarkt zu tun hatten (“im supermarkt stehen die teuren produkute auf augenhöhe, die billigen ganz unten oder ganz oben”) waren nicht besser. designerklamotten im factory outlet kaufen, statt neue stühle die alten mit neuem stoffen beziehen lassen.. mehr fällt mir grad nicht ein, aber ich habe eh nicht alle gelesen. das grundmuster war immer dasselbe, und die vorschläge so alt wie das haushaltsbuch meiner urgroßmutter.

aber eins weiß ich ganz genau: wenn so eine story als riesentitelgeschichte angekündigt wird, und damit zehn seiten gefüllt werden, wen wundert da noch das zeitungssterben? kleiner tipp für alle leserinnen: schon mal drüber nachgedacht, ob ihr euch vielleicht die freundin sparen könnt?

internetsperren update

die online petition gegen internetsperren hat nach wenigen tagen am letzten freitag (08.05.09) die erforderliche mindestzahl von 50.000 unterschreibern erreicht. das ist rekord. jetzt kann die petentin franziska heine ihr anliegen vor dem bundestag darlegen. der aktuelle stand liegt bei etwa 78.000. das bedeutet, dass sich nach erreichen der kritischen masse die zahl der unterzeichner langsamer zugenommen hat. auch wenn jetzt auch offline-medien darüber berichten, spricht nichts dagegen, weiter zu unterschreiben. jede stimme ist ein zeichen, auch wenn wirtschaftsminister von guttenberg alle unterzeichner als unterstützer von kinderpornographie ansieht. ich verlinke hier nochmal zu zwei texten zu dem thema, der erste beschäftigt sich mit technischen aspekten, der zweite beleuchtet das thema sehr ausführlich aus unterschiedlichen blickwinkeln. sogar die ganze bundestagdebatte zum thema kann man sich ansehen (ich hatte dafür keine zeit gefunden).

es stellt sich mir bei der petition die frage, ob aus der zahl all diese leute ausgezählt wurden, die zwar unterschrieben, aber keine sinnvollen daten angegeben haben. was nützt es, die petition zwar zu unterschreiben, aber als namen max mustermann, will freisein, oder keine namen anzugeben?

ps: für diejenigen, die es ernst meinen: es lohnt sich, auch mal anzuschauen, was sonst noch so für petitionen eingereicht wurden. für musiker oder auch anderweitig web2.0-interessierte wäre vielleicht auch noch diese hier interessant?

ekel-liste update

die ekel-liste pankower restaurants wurde mit fotos geupdatet. das wollt ihr nicht sehen, klickt es aber bestimmt trotzdem an ;)

Nächste Seite »