leistungsschutzrecht- wozu eigentlich? zusammenfassung der debatte vom 16.11.2009

gestern abend fand die diskussion zum geplanten leistungsschutzrecht für verlage im ifm statt, zu der axel springer konzerngeschäftsführer christoph keese, irights.info gründer matthias spielkamp und netzpolitik.org betreiber markus beckedahl zum diskutieren eingeladen waren.

da ich mich in den letzten monaten ausführlich mit dem urheberrecht beschäftigt habe, weil ich heute in meiner abschlussprüfung im fach publizistik darüber reden werde, dachte ich mir, was kann es inspirierenderes geben als zu hören, wie die experten über das thema sprechen.

die diskussionsrunde, so mein eindruck, spiegelte dann auch schön die generelle debatte zum thema urheberrechtsnovellierungen wieder, so wie ich sie in der literatur wahrgenommen habe. alle drei interessenvertreter waren im raum: ein paar frei journalisten (unter anderem eben herr spielkamp), vertreter vom axel-springer-verlag und der rest, der im urheberrecht als „nutzer“ zusammengefasst und wohl von herrn beckedahl vertreten werden sollte, wie er selbst vermutete. diese drei interessengruppen nehmen in der aktuellen urheberrechtsdebatte aber unterschiedliche machtpositionen ein, was sowohl in der sitzverteilung im saal als auch in den redebeiträgen sichtbar wurde. der gemeine blogger saß in der zweiten reihe, wahrscheinlich ging es den anderen so wie mir – wir fühlten uns dort einfach wohler, auch wenn es saft, cola, wasser und kekse nur für die herren und damen in der ersten reihe am tisch gab. der nachteil dieser sitzverteilung war nur, dass wortmeldungen teilweise übersehen wurden oder es gefühlte 15 minuten dauerte, bis jemand aus der hinteren reihe seine gedanken äußern durfte, unter anderem auch weil ein tischsitzer in der ersten reihe mit einer aussage das wort an sich riss, die in etwa dieser entprach: „ich geb das mikrofon jetzt mal nicht weiter sondern rede selber, weil ich es grad in der hand habe“. ein schwerer fall von mikrofon-gatekeeperitis und eine darstellung der aktuellen urheberrechtsdebatte: der nutzer hat es schwer gehört zu werden, während die verwerter über vergütungsmöglichkeiten debattieren. diese konstellation war wohl auch der grund, warum gegen die forderung, dass urheberrecht müsse ja noch viel mehr ausgeweitet werden, erfasse also noch vielzuwenig nutzungsarten, kaum protestiert werden konnte – außer von herrn spielkamp, der meiner meinung nach sehr souverän denkanstöße geben konnte.

und nun zum inhalt, was habe ich also gelernt aus der gestrigen diskussion?

erst mal fand ich es – entgegen meiner ausführungen oben – gut, dass herr keese als vertreter der verlage ordentlich zeit hatte, zu wort zu kommen. das leistungsschutzrecht befindet sich noch in einem extremen frühstadium der entwicklung – so früh, das eben, wie er selbst auch gesagt hat, noch nicht mal ein konkreter entwurf vorliegt. in diesem stadium macht es sinn, denjenigen, der für ein solches gesetz plädiert, ausführen zu lassen, was genau er sich davon erwartet und was er erreichen möchte. leider ist das wie zu erwarten nicht ganz klar geworden. herr keese sprach davon, dass die gewerbliche nutzung von inhalten unter das leistungsschutzrecht fallen solle, und nannte das beispiel eines zahnarztes, der mit einem artikel, z.b. von welt.de, kunden informieren wolle. mal ganz davon abgesehen, dass das urheberrecht in einem solchen fall genügend möglichkeiten bietet, eine solche handlung zu untersagen, bei genauem nachfragen wurde herr keese unsicher. es stellte sich nämlich die frage, wie genau er gewerbliche nutzung definieren wolle: muss sie einem kommerziellen zweck dienen oder geht es darum, ob sie in einem gewerblichen rahmen stattfindet, also zum beispiel auf einem dienstcomputer. wenn ich mich recht erinnere lautete die nachfrage konkret: wenn ich privat meinem kollegen von meinem arbeitsrechner aus einen link zu einem artikel der welt schicke, und fünf minuten später schickt ein anderer angestellter, dessen aufgabe es ist, arbeitsrelevante links zusammen zu stellen und zu verschicken, den selben link an die kollegen, wie will herr keese dann nachweisen, welche dieser beiden nutzungen gewerblich ist und welche nicht. und ist in diesem fall auch das versenden eines links eine urheberrechtlich relevante handlung?

am anfang der diskussion plädierte nämlich auch herr keese dafür, dass der link frei bleibenmüsse, nach diesr frage war er sich da gar nicht mehr so sicher.

und daran sehen wir den interessenunterschied zwischen verwertern und urhebern und nutzern: der verwerter allgemein, ich möchte hier auf keinen fall herrn keese direkt meinen, hat erstmal ein augenscheinlich begründetes interesse daran, beteiligt zu werden, wenn andere mit seinen inhalten geld verdienen, wie zum beispiel google, das texte (oder textteile) des verlages anzeigt und daneben werbung plaziert. das ärgert den verwerter und er fängt an darüber nachzudenken, wie er von diesen einnahmen etwas abbekommen kann. und da liegt der knackpunkt, denn wenn einmal eine handlung juristisch griffig formuliert ist („gewerbliche nutzung von texten“), dann ergeben sich auf einmal noch eine menge andere nutzungsmöglichkeiten, die auch darunter fallen könnten. und überall sieht der verwerter geld, geld das ihm in seinen bilanzen fehlt und das er gern verdienen möchte.

und dann geschieht genau das, was auch in einer wortmeldung zur sprache kam: der verwerter – in diesem fall wurde direkt herr keese angesprochen – macht sich unbeliebt, weil er anscheinend nicht selbst an einem bezahlmodell arbeitet sondern scheinbar passiv bleibt und ein neues gesetz fordert, dessen nutzen für die anderen interessengruppen nicht ersichtlich wird. und so kam dann auch mehrfach der vorschlag, springer solle doch seinen content im internet verkaufen anstatt verlorene einnahmen zu beklagen.

der unterschied zwischen leistungsschutzrecht und paid content liegt nämlich in der wahrnehmung dieser beiden systeme. beide machen nichts anderes, als für den zugang zu werken eine vergütung zu verlangen. bei paid content modellen muss jeder zahlen, der den text lesen will. zusätzlich kann man noch drm mit reinpacken und in den agbs nutzungsbedingungen festlegen wie „darf nur dreimal gelesen werden“, „darf nicht ausgedruckt oder verschickt werden“. beim leistungsschutzrecht soll der zugang vordergründig erstmal erhalten bleiben – die vergütung machen dann die firmen unter sich aus – der axel-springer-verlag und der oben genannte zahnarzt beispielsweise. paradox scheint, dass das erste modell die nutzungsmöglichkeiten für den privaten nutzer scheinbar viel stärker einschränkt, jedoch allgemein zustimmung findet. während der private nutzer von zweiten erstmal nicht betroffen zu sein scheint, stößt das modell leistungsschutzrecht dennoch auf (berechtigte) kritik, die von beckedahl und spielkamp auch geäußert wurde: die frage ist, was hat der nutzer davon, und was der journalist? eine frage, die ganz und gar nicht beantwortet wurde. was vorher nur ein diffuser eindruck war, der zu erster kritik am leistungsschutzrecht führte, nämlich dass es keinem anderen zweck diene, als das verlage damit geld verdienen, wurde in der diskussion mehr oder weniger bestätigt oder zugegeben: ja, wir brauchen das leistungsschutzrecht, weil wir gerade verluste einfahren und unsere geschäftsmodelle versagen.

und wo bleibt bei diesem gesetz der nutzer? urheberrechtsnovellierungen, die die position der industrie gegenüber den anderen interessenvertretern stärken, gab es in den letzten jahren schon einige. wer will kann ja die zusammenfassungen auf irights.info nachlesen. ein konsens der novellierungen ist: die rechte der nutzer sind bei der nutzung digitaler werke strengeren regelungen unterworfen als das bei analogen werken der fall ist. das leistungsschutzrecht zielt in die selbe kerbe. und auch bei der diskussion gestern abend war das so: die interessen der nutzer, die symbolisch in der zweiten reihe saßen, konnten einfach nicht genug geäußert werden. die konkrete kritik, die angebracht wurde, wird den verlagsvertretern im endeffekt nur nutzen. herr keese wird sich jetzt gut überlegen, wie er die gegen das leistungsschutzrecht vorgebrachten argumente demnächst entkräften kann. aber ansonsten habe ich nicht das gefühl, dass die debatte uns irgendwie weiter gebracht hat.

ddr = drm (?)

ich beklage mich ja gerne über immer gleiche klischeehafte „nachrichten“ wie „in der ddr gab es nichts zu kaufen“ – ein hinweis, der anscheinend bei jedem spiegel einestages artikel zur irgendeinem aspekt des ddr-lebens nicht fehlen darf – wahrscheinlich, um das gewissen zu beruhigen, man habe im x-und-y-sten artikel zu „volkeigenenen models/speisen/taschenrechnern/fkk-besuchern“ ja kritisch berichtet und die ddr nicht verherrlicht.

daher bin immer auf der suche nach neuen augen-öffnenden ansichten über das leben in der ddr, die nicht dem einestages-einheitsbrei entsprechen. und nun habe ich zufällig diesen filmentdeckt„, in dem es eigentlich um etwas ganz anderes geht: technische schutzmaßnahmen. vom laien auch kopierschutz genannt, können technische schutzmaßnahmen, die allgemein mit drm abgekürzt werden (kurz für digitales rechtemanagment), noch viel mehr als nur das kopieren von digitalen werken verhindern. was firmen sonst noch mit drm so alles beschränken („schützen“) können, darum gehts in diesem beitrag. und um zu erläutern, warum drm schlecht für den nutzer ist, wird es mit den eingeschränkten freiheitsrechten der ddr verglichen.

wie lässt sich diese analogie erklären? ob da ein redakteur der sendung in den letzten wochen auch zuviel mauerfall-tv gucken musste? auf jeden fall wirft der umkehrschluss, die ddr hätte die menschen eingeschränkt so wie es heute das drm tut, einige interessante facetten auf. mein erster impuls: warum nicht die analogie nutzen, um den vielerwähnten digital natives, die keine ahnung von der ddr haben, weil sie zu jung dafür sind, mal zu erklären, was das eigentlich war, die ddr! man lernt ja angeblich am besten, indem neues wissen an schon vorhandenes angeknüpft wird. fairplay = sowjetpanzer? automatisches update = zwangskollektivierung? steve jobs = stalin? gewagte thesen, aber warum nicht?

entdeckung des tages

für alle, die sich vor wichtigerem drücken mögen, habe ich heute dieses geile ding entdeckt: failblog.org

für mich ist es auch im täglichen leben immer ein kopfschütteln wert, wenn irgendjemandem der gesunde menschenverstand völlig abgeht, etwa so wie hier:

auf failblog.org: "schwimm-hinweis: das gesetz des staates minnesota verbietet strikt das rauchen unter wasser"

auf failblog.org: "schwimm-hinweis: das gesetz des staates minnesota verbietet strikt das rauchen unter wasser"

beispiele dafür gibts auf dem failblog ohne ende, die menschliche dummheit kennt eben keine grenzen.

eine seite im stil der lolcatz, und ihnen absolut ebenbürtig!

fanmeile mauerfall

was habe ich heute gelernt? der prozess der wende, der deutschen einheit, der in den geschichtsbüchern etwa ein jahr (von november 89 bis oktober 90) und in der realen welt immer noch andauert, wird auch von unserer regierung auf das ereignis mauerfall zugespitzt und verkürzt. und ist am brandenburger tor eigentlich nur ein gegebener anlass, den bei den deutschen auf beiden seiten so beliebte weihnachtsmarkt vorzuverlegen. denn außer aneinandergereiten dominosteinen gab es nur noch aneinandergereite glühwurm- und bratwurststände zu besichtigen. von auseinandersetzung mit der ddr und der heutigen lebenswelt leider keine spur. alles nur zauber für touristen?

jimmy choo fashion wahnsinn

ja herr choo,

jetzt weiß ich auch warum sie ein so berühmter designer sind (von dem ich echt vorher noch nie was gehört hatte): high fashion designer entwerfen ja hauptsächlich untragbare sachen die kein mensch braucht. untragbar bedeutet in ihrem fall aber nicht nur, dass vorne ne brustwarze rauslugt und es in der mitte zwickt und zwackt bei menschen, wo sich die haut nicht eng an die beckenknochen schmiegt. untragbar bedeutet auch, dass sie schuhe für 129 € verkaufen, was für designerschuhe natürlich wahnsinnig billig ist, aber dennoch etwa dem entspricht, was manche menschen meinen, wieviel arbeitslose im monat zum leben brauchen. schuhe also, die man nichts desto trotz im wahrsten sinne des wortes nicht tragen kann – wenigstens nicht ohne vorher den in limitierter auflage hergestellten schuh mit sammlerwert kaputt zu machen indem man ihn seiner sohle entreißt, um ihn dann mit einer billigen plastesohle zu entwürdigen. das macht natürlich keiner, der weiß das solche stücke gekauft werden, um sie zu erhalten, und so wird wohl kaum einer dieser schuhe jemals das pflaster küssen. und schuhe, die man nicht tragen kann, dass sind dinge, die die welt nicht braucht.

choo wahnsinn

dinge die die welt nicht braucht I: choo schuhe

 

sag ich doch!

jetzt gibts den beweis! paulo coelho ist aktiver leser dieses blogs. oder wie sonst lässt sich dieser essay erklären:

paulo coelho: happiness is overrated

worum gehts da? er kritisiert, dass die leute ihr persönliches glück zu sehr von materialistischen dingen anbhängig machen, und betont dass auch das glück, das einem zum beispiel die familie geben kann, von sorgen in anderen lebensbereichen überschattet werden mag. unterschwellig scheint er sagen zu wollen, dass man niemals alles haben kann. deutlich sagt er, dass die menschen angst davor haben, sich einzugestehen, wenn sie mit etwas nicht zufrieden sind, sowie angst davor, ihren lebensentwurf zu hinterfragen – kurz, es fällt ihnen schwer, sich einzugestehen, dass sie nicht glücklich sind.

die schlußworte nimmt er von jorge luis borges, sie lauten:

„ich werde nicht mehr glücklich sein, aber das ist nicht so schlimm. es gibt so viele andere dinge in der welt.“

wedding ‘89

jetzt wo’s draußen wieder kälter wird, möchte ich mich manchmal vor den kamin des 2o. jahrhunderts (= glotze. kamin des 21. jahrhunderts = computer) zurückziehen. doch ich stelle fest, es gibt nur noch drei sendungen: ordnungshüter-tv, mauerfall und tatort.

bei ersterem kriege ich schlimme schmerzen, mit drittem bin ich nicht sozialisiert worden – interessiert mich also nicht. deshalb musste ich verdammt viel mauerfall gucken in letzter zeit. leider laufen nur die immer gleichen bilder von der massendemo am 04.november (40er jahrestag der ddr), der pressekonferenz mit schabowski, und den ossis (sic! aber klingt geiler),die am 09.november nachts über die bornholmer brücke in den westen drängen. da stehen se dichtgerdrängt und erzählen den grenzern, sie wolllten nur mal rüber, gucken, und würden doch auch wieder zurück kommen.

ich frage mich, was haben diese leute wohl gedacht, als sie damals dann das erste mal im westen waren? der westen, den sie hinter der bornholmer brücke fanden, war ja nicht der kudamm oder schniekes charlottenburg. stattdessen war es der dreckige wedding, arbeiter- und einwandererviertel, oll und heruntergekommen – viel anders als drüben im prenzlberg sah es auf den ersten blick deshalb bestimmt nicht aus, stelle ich mir vor.

schade, dass es keine kameraaufnahmen von der anderen seite der mauer in dieser nacht gibt. falls doch, schade das im tv immer nur die gleichen szenen zu sehen sind. ich hätte gern einmal erfahren wie ihn der ddr-bürger so empfand, den wedding ‘89.

grund 378..

…keine kinder zu haben:

und wenn die gegend noch so ruhig, die straße noch so frei ist, ihr müsst eure zeit an jeder roten ampel verplempern, um euren kindern ein gutes vorbild zu sein, während ich als schlechtes beispiel voran und ohne anzuhalten meiner wege gehen kann.

super symbolfoto von wikimedia commons

super symbolfoto von wikimedia commons

netzneutralität

bei netzpolitik.org findet sich ein artikel, der logisch erklärt, was netzneutralität ist und einleuchtend darstellt, warum sie so wichtig ist. wurde geschrieben, um verbreitet zu werden, also bitteschön:

Auf EU-Ebene geht die Debatte um das Telekom-Paket in entscheidende Verlängerung der dritten Lesung. Zusammen mit La Quadrature du Net aus Frankreich starten wir die finale Runde für ein EU-weites Lobbying zum Erhalt der Netzneutralität und gegen Internetsperrungen. Dies ist eine Übersetzung eines Aufschlages von La Quadrature du Net: It is crucial to save Net Neutrality!

Es ist wichtig, die Netzneutralität zu erhalten

„Netzneutralität“ – dieses leicht obskure wie auch simple Konzept ist die Wurzel für die Entwicklung des Internets in der Form, wie wir es kennen. Der digitale Bereich, in dem wir leben und arbeiten, garantiert Wettbewerb, Innovation und viele Grundfreiheiten. Bis vor kurzen war Netzneutralität aus technischer und wirtschaftlicher Sicht nur eine Leitlinie. Seit neustem jedoch bedrohen Netzbetreiber dieses ungeschriebene Prinzip, weil sie in der ungleichen Behandlung von Information wirtschaftliche Vorteile sehen, die durch ihre Netzwerke geleitetet werden. Daher ist es wichtig, die dritte Lesung der „Telekom-Paket“-Richtlinien als eine einmalige Gelegenheit zu begreifen, um wichtige Maßnahmen für ein freies, offenes und innovatives Internet innerhalb der EU durchzusetzen.

Was ist Netzneutralität?

Wenn ein Brief verschicken wird, so können wir mit Recht davon ausgehen, dass der Postdienst diesen Brief nicht öffnet, um abhängig vom Inhalt oder Absender zu entscheiden, was damit passieren soll. Er wird nur dafür bezahlt, den besagten Brief zu übermitteln, sonst nichts. Man bezeichnet daher unsere heutiges Postsystem als neutral. Dies gilt gleichermaßen für das Internet: Wenn alles gleich behandelt wird, bezüglich des Absenders, Empfängers oder dem Informationinhaltes, dann ist das Internet neutral. Der Netzbetreiber darf weder darüber bestimmen, welche Dienste oder Programme genutzt werden dürfen, noch darf er bestimmte Informationen bevorzugt gegenüber anderen Informationsströmen behandeln. Dank diesem Prinzip hat jeder auf der Welt, unabhängig vom Netzbetreiber, Zugang zu ein und dem selben Internet.

Warum brauchen wir Netzneutralität?

1. Wettbewerb:

Wenn ein Internetdienstanbieter die Netzneutralität von Netzwerken verletzt, so kann er ganz einfach seine eigenen Dienste bevorzugt gegenüber seinen Mitstreitern behandeln: In Frankreich und Deutschland zum Beispiel verbieten die größten Netzbetreiber die Nutzung ihres sogenannten „Mobilen Internets“ für Voice-Over-IP-Software (einschließlich Skype). Damit zwingen sie ihre Nutzer die teureren Telefontarife für lokale und internationale Gespräche zu benutzen. Der Nutzer hat keine Möglichkeit zu einem anderen Netzbetreiber zu wechseln, weil nämlich die großen Netzbetreiber alle die gleichen Geschäftspolitik betreiben. Diese Praktiken sind stark wettbewerbshemmend und beeinträchtigen den Kunden, das wirtschaftliche Wachstum und die Innovationskraft.

2. Innovation:

Bisweilen ist das Internet ein Produkt der Internetnutzer. „Zwei Typen in einer Garage“ bauten Myriaden von mikroskopischen Projekten auf oder gründeten Unternehmen, die sich bald als „the next big thing“ herausstellten. Google, Wikipedia, Skype, eBay, Bittorrent, Twitter und viele weitere essentielle Bestandteile des heutigen Internets wurden innerhalb weniger Monate nach ihrer Erschaffung weltweit massenhaft genutzt. Diese Innovation ohne Erlaubnis ist stimulierend und gesund. Die ganze Wirtschaft profitiert davon. Was wäre, wenn der nächste innovative Erfinder jeden Netzbetreiber fragen müsste, ob er die Netze benutzen darf oder einen Beitrag für eine normale Behandlung seiner Datenflüsse bezahlen muss? Denn ein langsamer Datenverkehr würde seine Erfindung hinfällig machen. Einige Netzbetreiber träumen von solch einer Situation, in der sie re-zentralisieren und das Netz kontrollieren können.

3. Grundrechte und Freiheit:

„Artikel 11 der Bürger- und Menschenrechtserklärung aus dem Jahre 1789 proklamiert: ‘Die freie Äußerung von Meinungen und Gedanken ist eines der kostbarsten Menschenrechte; jeder Bürger kann also frei reden, schreiben und drucken, vorbehaltlich seiner Verantwortlichkeit für den Missbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten Fällen.’“

Heute impliziert die freie Äußerung von Meinungen und Gedanken in Anbetracht der generellen Entwicklung öffentlicher Kommunikation im Internet einen freien Zugang zu den Internetdiensten. Das Verfassungsgericht, die höchste richterliche Instanz in Frankreich, veröffentlichte diese Erklärung, und bestätigten damit die Aussagen, die das Europäische Parlament in verschiedenen Gelegenheiten zum Ausdruck gebracht hat.

Das Internet ist ein wichtiges Instrument, um die freie Äußerung von Meinungen und Gedanken auszuüben. Dies ist wiederum wichtig für das richtige Funktionieren unserer Demokratie. Blogs, Mikro-Blogs, soziale Netzwerke und Chats stellen Möglichkeiten dar, um an der öffentlichen Debatte teilzunehmen. In einer Demokratie ist es nur den Richtern gestattet, die Grundrechte einzuschränken, so z.B. die Redefreiheit. Was wäre, wenn die Kontrolle dieser neuen Instrumente an Unternehmen weitergegeben wird, die rein aus Profit-Interesse handeln?

Warum ist Netzneutralität ist in Gefahr?

Das Internet wächst beständig. Bis jetzt war es so, dass sobald die Datenleitungen ein gewisses Limit erreicht haben, die Netzbetreiber in der Konsequenz weiter in Bandbreite investiert und das Potential der globalen Infrastrukturen, also das Internet, vergrößert haben. Mit den neuen lukrativen und wettbewerbshemmenden Praktiken können Netzbetreiber zu einem neuen Geschäftsmodell übergehen: Mehr Investitionen in die Kontrolle von Datenströmen und dafür weniger Investitionen für die Verbesserung der Netzwerke. Dieses Modell würde perfekte Bedingungen für die Selbstrechtfertigung dieser Politik liefern: „Das Internet ist so langsam geworden, so dass wir gezwungen sind, Inhalte, Dienste und Programme zu kontrollieren und zu priorisieren, dessen Inhaber bereit sind, diese Mehrkosten zu bezahlen.“ Diese Argumente wie auch die Drohung vom „Ende des Internet“ sind benutzt worden, um Mitglieder des Europäischen Parlaments davon zu überzeugen, in der zweiten Lesung des Telekom-Paketes Netzneutralität zu streichen, ohne jedoch einer technischen Realität gegenüber zu stehen. Nach wie vor erlauben günstigere Bandbreite und ein vernünftiges Netzwerkmanagament das Wachstum von Netzwerken, basierend auf strukturellen Investitionen.

Wie wir Netzneutralität schützen können:

Bei der Revision des „Telekom-Paketes“, welcher den Telekommunikationsmarkt in der EU regulieren soll, betreibt der US-Netzbetreiber AT&T eine heftige Kampagne gegen die Netzneutralität. Sie waren damit sehr erfolgreich und erreichten, dass viele Gesetzesänderungen, die ihren Wünschen entsprachen, in der zweiten Lesung eine Mehrheit fanden. Doch ein Änderungsantrag, der die Grundrechte und Freiheiten der Nutzer schützt, blockiert momentan das Telekom-Paket als Ganzes. Es handelt sich um den Änderungsantrag 138. Das Paket wird sehr wahrscheinlich in einer dritten und letzten Lesung im Herbst nochmal behandelt werden. Während einer Beratungsphase werden das Europäische Parlament und der EU-Rat über die einzelnen Änderungen im Text verhandeln. Die europäischen Bürger werden dann eine entscheidende Möglichkeit haben, auf diese Debatte Einfluss zu nehmen, um ihre Rechte und das Internet zu schützen:

    Ruf deine gewählten EU-Abgeordneten an und informiere sie über die große Bedeutung der Erhaltung von Netzneutralität. Frage sie auch, ob du andere Kollegen ihrer Partei oder Fraktion beraten kannst.
    Sobald auf EU-Ebene der Vermittlungsausschuss aufgestellt ist, muss sichergestellt werden, dass alle Mitglieder vollkommen informiert sind und sie sich im Prinzip für die Erhaltung von Netzneutralität einsetzen werden.
    Spreche, blogge und twitter darüber. Man kann auch Journalisten ansprechen und über das Thema informieren.
    Wenn dein Netzbetreiber gegen die Prinzipien der Netzneutralität verstößt, versuche seine Praktiken öffentlich zu denunzieren, bevor du zu einem anderen Netzbetreiber wechselst.
    Folge den angehenden Kampagnen für weitere Ratschläge zur aktiven Beteiligung.

Wenn wir jetzt nicht handeln, könnten wenige Netzbetreiber die Kontrolle über das ganze Internet erlangen und diese fantastische Erfindung, die das Teilen von menschlichen Wissen seit dem Druckmedien ermöglicht, in ihren Traum von einem „Geldesel“ umwandeln. Sollten sie erfolgreich sein bei der Durchsetzung vom „Fernsehen 2.0“, dann könnten Wettbewerb, Innovation und fundamentale Freiheiten ihrer Kontrolle unterliegen und als eine utopische Idee der Vergangenheit angehören.

Macht mit!

schufa, was geht?

momentan bin ich auf wohnungssuche. erst musste ich mir ein paar verranzte buden ansehen, die von den vermietern in den anzeigen ziemlich frech als ganz gut beschrieben waren (kein vermieter würde freilich in eine wohnung mit schimmel in der küche einziehen, aber ein dummer, der einzieht findet sich immer). dann hatte ich doch tatsächlich mal das glück, eine gute zu erwischen (ein extra eintrag zu meiner neuen bad-flat-theorie folgt). leider kann man sich heutzutage nicht mehr einfach nur bei der hausverwaltung vorstellen, stattdessen wollen die gleich erstmal mehrere papiere von einem haben. standard sind inzwischen:

- die letzten drei einkommensnachweise

- eine aktuelle mietschuldenfreiheit

- eine aktuelle schufa-auskunft

die ersten beiden dienen dazu, zu beweisen dass ich

1) in den letzten drei monaten geld verdient habe (oder seit mindestens drei monaten einen job habe)

und

2) das sauer verdiente geld auch wirklich dafür genutzt habe, die miete zu bezahlen.

Ich finde allein diese anforderungen schon „doppelt gemoppelt“, wie man so schön sagt. denn eigentlich würde eine mietschuldenfreiheit mehr als ausreichend sein. aber der vermieter will ja nicht nur wissen, dass ich bis jetzt meine miete immer gezahlt habe, der einkommensnachweis dient ihm sozusagen als bestätigung dafür, dass ich auch in zukunft das geld aufbringen kann. ob ich nicht morgen betriebsbedingt gekündigt werde, das werde ich ihm allerdings niemals garantieren können, also sind die einkommensnachweise meines erachtens hinfällig. und statt einer mietschuldenfreiheit müsstens doch eigentlich auch drei kontoauszüge tun, oder?

aber das nervigste kommt noch: die aktuelle schufa-auskunft. die kostet nämlich geld: 7,80 € kostet die sogenannte „schufa-verbraucherauskunft“, die einem per post zugeschickt wird.

auf der webseite der schufa habe ich allerdings noch von einem anderen angebot gelesen: für 15,60 € kann man sich bei der schufa online registrieren lassen und hat dann unbegrenzten zugriff auf seine eigenen daten. soll heißen ich kann auch mal gucken, was die schufa noch so alles über mich weiß, in der „schufa-verbraucherauskunft“ sind ja nicht alle daten aufgelistet, es steht im prinzip nur drin ob man schulden hat oder nicht. eine verbraucherauskunft in papierform kostet für ein registriertes mitglied etwas weniger (ich glaube es waren so 3,60 €, den genaues preis kann ich jetzt gerade auf der webseite nicht finden. wenn man auf der übersichtsseite „meine schufa“ auf „weitere informationen“ klickt, landet man wo? – immer wieder auf der übersichtsseite.). ich dachte mir, das würde sich für mich lohnen, vielleicht brauche ich ja öfter mal so eine verbraucherauskunft, denn

- wer weiß, ob die hausverwaltung nicht wert darauf legt, das ding im original zu behalten

- wer weiß, ob sich auch diese wohnung nicht als mist herausstellt, oder ich aus einem anderen grund (beruf, familie – es gebe genügend) nicht bald wieder umziehen muss

- wer weiß, für welchen scheiß sich noch leute demnächst ausdenken, dass ohne schufa-auskunft nichts läuft.

als netzaffiner mensch ist man ja mit den üblichen registrierungsprozessen bekannt: nix eingeben wo kein sternchen davor steht (was also nicht zwingend notwendig ist, niemand braucht drei telefonnummern unter denen ich zu erreichen bin), aufpassen, das nicht automatisch häkchen gesetzt werden bei „ich abonniere euren täglich newsletter“ oder „ich stimme der  weitergabe meiner daten an dritte zu“, usw.

so dachte ich, kann esalso los gehen, denn auf der übersichtsseite steht:

„Wie kaum ein anderes Unternehmen legt die SCHUFA Ihnen in kürzester Zeit sämtliche Daten offen“

denkste. am letzten donnerstag habe ich mit der hausverwaltung telefoniert, da wurde mir mitgeteilt, dass sie unter anderem eine schufa-auskunft bräuchten, wenn ich mich für die wohnung bewerben will. sofort nach dem telefonat bin ich auf meineschufa.de gegangen um diese auskunft zu beantragen. nachdem ich mich über das oben beschriebene angebot mit der registrierung informiert und mich dafür entschlossen hatte, gab ich all meine daten ein. und dann kam folgendes:

ich bekam eine email mit unter anderem diesem inhalt:

„Aus Sicherheitsgründen setzen wir das Postident-Verfahren ein, um zu vermeiden, dass sich jemand unberechtigt unter Ihrem Namen anmelden kann.

Ihren Zugang zu www.meineSCHUFA.de können wir erst dann freischalten, wenn Sie sich persönlich über Postident in einer Postfiliale identifiziert haben. Wir werden Sie sofort per E-Mail informieren, sobald Ihr Zugang freigeschaltet wurde.“

zugeschickt wurde mir ein pdf mit meinem namen und geburtsdatum und einem barcode, mit diesem und meinem ausweis sollte ich mich persönlich bei der post identifizieren lassen. das hat mich angestunken, weil ich grippe hatte und nicht fit genug war, da hin zu latschen. außerdem habe ich erst ein paar wenige wochen vorher erfahren, dass die post auch nicht mehr das ist was sie mal war. ich soll mich also von einer verkäuferin im schreibwaren-geschäft beglaubigen lassen. sorry, aber großes vertrauen hege ich in ein solches verfahren zur bestätigung meiner identität nicht. werden denn die mitarbeiter dafür geschult?

am freitag schleppte ich mich also zur nächsten „postfiliale“ und ließ mir meine identität bestätigen. wie es danach weiter gehen sollte, wie lange es dauern würde bis ich post von der schufa bekommen würde, ob ich mich jetzt direkt schon da anmelden können würde, als das konnte man mir am schalter dann auch tatsächlich nicht sagen. Ich ging nach hause und probierte es aus – es ging nichts.

„Ihren Zugang zu www.meineSCHUFA.de können wir erst dann freischalten, wenn Sie sich persönlich über Postident in einer Postfiliale identifiziert haben. Wir werden Sie sofort per E-Mail informieren, sobald Ihr Zugang freigeschaltet wurde.“

ach richtig, so lief das. heute, vier tage später (es ist dienstag), kam die email, mit der mir bestätigt wurde, das meine identität bestätigt wurde. prima dachte ich, jetzt kann ich endlich die verbraucherauskunft beantragen, die ich schon seit donnerstag haben will. ich versuchte, mich mit meinem benutzernamen und passwort einzulogen. ich kam nicht viel weiter als sonst. jetzt hänge ich an der nächsten seite fest, auf der ich meine „Zugangskoordinaten“ und meinen „Zugangscode“ eingeben soll, die ich auf meiner „persönliche(n) SCHUFA-XSCard“ finde, welche mir per post zugeschickt wird.

auf den brief warte ich noch. heute kam er nicht. vielleicht ja morgen. morgen ist mittwoch. dann ist es fast eine woche her, das ich mit der hausverwaltung wegen der bewerbung gesprochen habe. dann wollte ich spätestens meine unterlagen dort vorbeigebracht haben, weil ich danach für ein paar tage wegfahre. man kann nicht behaupten, ich hätte meine abwesenheit nicht einplant und mich nicht rechtzeitig um alles gekümmert. ich dachte, eine ganze woche würde reichen, um den papierkram zu erledigen.

den papierkram zu erledigen für eine wohnung, von der doch noch nicht mal sicher ist, ob ich sie kriege. sie liegt ja nur im prenzlberg, wo die leute sich erfahrungsgemäß um wohnungen reißen, und wo der vermieter sicherlich nicht extra für mich zwei wochen länger auf die papiere wartet.

warten heißt es jedoch weiterhin für mich. warten, bis der brief von der schufa kommt, der meine blöde karte enthält, mit der ich mich anmelden kann. nachdem ich das getan habe, muss ich dann die verbraucherauskunft bestellen, dann warten, bis meine bestellung bearbeitet wird, dann warten dass die auskunft mir per post zugeschickt wird. klingt für mich so, als dauert das ganze noch mindestens eine weitere woche.

also schufa, was ist mit der kürzesten Zeit, in der mir alles offengelegt wird? geht das nicht vielleicht noch ein bißchen schneller. es ist ja auch nicht so, dass ihr eine lahmarschige behörde seit, der die nöte und sorgen des einfachen bürgers am arsch vorbeigeht. tatsächlich seit ihr ein privatwirtschaftliches unternehmen, das dienstleistungen für kunden anbietet. und ich ZAHLE für diese dienstleistung sogar!

ich kann nur allen raten, die sich mit dem gedanken an einen umzug tragen, fangt schon mal an die schufa-auskunft zu beantragen. ihr braucht sie auf jeden fall (die hausverwaltungen machens nicht mehr ohne), und es kostet zeit und nerven. ich bin stinksauer!

berlin, deine touristen

berlin, deine touristen…

die franzosen sollen ja sehr eingebildet sein, was ihre sprache angeht. sie halten das französische für wunderschön, und wer sich nicht wenigstens ein bißchen mühe gibt, es zu sprechen, bei dem gibt sich der franzose auch keine mühe mit der freundlichkeit.

wer würde es sich da trauen, in frankreich vorbei zu schauen, ohne die obligatorische erste lektion „parlez-vous francais?“ gelernt zu haben?  damit kann man andere leute im hotelflur grüßen, beim ober eine bouilliabaisse bestellen und zu den postkarten gleich die richtigen briefmarken dazu kaufen.

das neuseeländische comedy-duo flight of the conchords zeigt, wie viel lebenslust (nicht savoir-vivre) man mit ein paar grundbegriffen noch so haben kann:

ou est la livre? a la bibliotheque.
et le musique dance? a la discotheque..

na mal ehrlich, schwer zu verstehen war das nicht, oder?

ein paar einfache sätze als vorbereitung auf ein urlaubsziel gegen ein herzliches willkommen heißen – eigentlich ein simpler deal, oder?

doch was in frankreich gang und gebe ist, gilt leider nicht bei uns. von wegen be berlin- die stadt soll freundlich sein, das sollte auch für die touristen gelten. und dazu gehört zum beispiel der anstand, wenigstens hallo, danke und bitte sagen zu können in der sprache des landes, in das man reist. stattdessen muss ich leider oft beobachten, wie englische muttersprachler fast schon wie selbstverständlich davon ausgehen, dass man alles versteht was sie plappern, während südländer offensichtlich glauben, sie müssten nur einfach laut genug schreien, dann versteht man ihre sprache plötzlich schon.

zu persönlich darf man das ganze wohl aber nicht nehmen, denn neu ist das nicht.
schon in den siebzigern machte fawlty towers, die geniale britische serie von monthy pythons john cleese, aus der rüden art der spanier keinen hehl. hier ist es der kellner manuel, dessen unfähigkeit, auch während einem längeren aufenthalt in england mehr als rudimentäre sprachkenntnisse zu erwerben, mehr als einmal mit schlägen bestraft oder mit dem satz „he’s from barcelona“ abgetan wird.  wir lernen: kein spanier ohne „que?“

ich sehe was was du nicht siehst

aus der kategorie „bescheuerte begründungen“:

sagt der pächter des strandbads tegel (leider kein o-ton), nachdem er einen besucher im die ärtzte t-shirt rauswarf:

„Genauso wie er „Extremisten“ vom Bad fernhalten wolle, möchte er auch keine Pädophilen als Gäste begrüßen – deswegen verbiete er, dass Kinder nackt herumliefen.“

was will uns der gute mann damit sagen? wer was gegen nazis hat, der missbraucht auch kleine kinder?

update: man könnte auch sagen: wahnsinn, der mann hats raus! das ursula von der leyen da nicht drauf gekommen ist…

wer möchte mitzählen, auf viele andere art und weisen diese aussage noch falsch ist?

offline-arbeit abwählen

ihnen geht die offline-arbeit unserer offline-politik auf die nerven? jetzt können sie diese noch vor den bundestagswahlen abwählen. so einfach gehts:

offline arbeiten

i have a dream

das sommerloch macht auch vor meiner blogstatistik nicht halt.

immer noch und immer wieder finden menschen zu mir über den ausdruck marlen einer von uns beiden, wobei wahlweise auch nach marlene oder marleen gesucht wird. jetzt mal ehrlich leute, wen habt ihr im ohr, wenn ihr nur diese fünf worte hört? richtig, marianne rosenberg. ich brauche diese zeile nur ansehen, schon habe ich ihre hohe, leicht kreischende, ganz eindeutig WEIBLICHE stimme im ohr. mag sein, dass sie eine schwulenikone ist, aber sie ist ganz sicher eine frau. EINE von den beiden die nun gehn.

mustek, katy perry, schwarz und 2009, ja mit dieser irren assoziationskette schafft man es hier auf diesen blog. ob man da findet was man sucht mag ich bezweifeln. es sei denn, ich weiß als erste dass auf den neuen mustek-geräten per default schon das neue katy perry lied „schwarz“ (geschrieben von marylin manson, mit altem text von harald juhnke) drauf sein wird, allerdings limitiert auf 2009 stück. äh?

manche sachen weiß ich einfach nich und will ich auch gar nicht wissen, zum beispiel einen kinderwagen den andi gut fndet.[sic]

anderen suchanfragen fühle ich mich tief verbunden oder finde ich einfach nur geil, wie punk mütter (sind das die, die ihren kids iros stylen, oder die, die mit sterni stillen?), ekelliste über deutsch restaurants (nein, es waren haupsächlich thai-restaurants, und überhaupt, geh doch bei aldi, ey!) und twitter over rated (ja! ja! ja!).

klarstellen möchte ich jetzt noch folgendes: nackte titten gibts hier weiterhin keine und ich bin sowieso am geilsten, weil i have abkürzung!

I can haz cheezburger now?

fenster zu und kissen übern kopp

ich wohne zwar nicht an der admiralbrücke, aber auch so finde ich in diesem video so ziemlich alle gruppen, die mir in berlin täglich auf die nerven gehen.

http://www.spiegel.de/video/video-1015622.html

„das ich mir von irgendwelchen kids und von irgendwelchen touris, die ihr zuhause ganz woanders haben, sagen lassen muss, dass ich hier verschwinden soll, damit sie in ruhe ihren suff und ihre party feiern können, das finde ich respektlos.“

dem stimme ich voll und ganz zu!

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