Archiv für den Monat Juni 2008

oh willy use a billy

aus der kategorie „sensible suchmaschinen“:

heut fand man auf meinen blog mit dem suchbegriff sexy verhüterli.

meine meinung dazu: verhütung ist immer sexy. von chlamidien können frauen unfruchtbar werden, von spermien schwanger, und von nur-einem-einzigen-mal hiv-positiv. sexy ist auch, wenn wenn man weiß dass kondome nicht im portmonee aufbewahrt werden sollten (münzen könnten die verpackung zerstören) und wie genau die pille eigentlich funktioniert. und wusstest du, lieber sucher, auch, dass es kondome gibt, die die frau in der scheide trägt und die sich im falle einer vergewaltigung so in den penis bohren dass der angreifer sie ärztlich entfernen lassen muss – und damit als vergewaltiger enttarnt wird?

aber das war ja nicht, wonach du gesucht hast. stattdessen wolltest du sexy verhüterli. ich hoffe du hast (woanders) was gefunden. und nun viel spass!

mittagsschlaf

bild von www.afg-deko.ch

ich merke es an der äußerst verminderten aktivität in den blogs in meiner blogroll: der sommer macht uns zu schaffen. es ist zu heiß, um wirklich kreativ zu sein. besondere qual ist es für mich im moment, wenn ich mich in öffentlichen verkehrsmitteln bewegen muss. nicht nur, dass ich in letzter zeit extrem unter sogenannten „betriebsstörungen“ zu leiden hatte (in einer woche 3x bahn ausgefallen oder mehr als zehn minuten verspätung), wenn sie dann kommt, die bahn, ist sie überfüllt und furchtbar heiß. da will man sich vor den täglichen pflichten drücken und früher von der uni nach hause fahren, und dann wird man vom drängeln und drücken noch mehr mitgenommen.

dennoch: bei der hitze ist es schwer, einen ganzen tag den kopf anzustrengen, aber dabei still auf seinem hintern zu sitzen, zu denken, mitzudenken und zu lernen. es ist zu warm. es ist übernatürlich warm. mein gefährliches halbwissen über klima geht so: die etwa drei wärmsten jahre der letzten hundert jahre vielen alle innerhalb die letzten zehn jahre. soll heißen: in den letzten zehn jahren waren drei sommer heißer als alle hundert jahre zuvor. das sind schon fast mediterrane zustände. und da hats bei mir klick gemacht: wir brauchen in deutschland die einführung der siesta!

nix tut dem körper besser als nach dem mittagessen eine runde zu dösen, besonders wenn es heiß ist. die siesta ist in spanien und griechenland gang und gebe, aus auch einen schon etwas zurück liegenden türkeiurlaub weiß ich noch: mittags werden die schotten dicht gemacht. läden zu, rollos runter, dunkel, kühl und pennen. wer mag schon in der mittagshitze einkaufen gehen oder akten abheften? ganz zu schweigen von bauarbeitern oder hecken-verschneidenden ein-euro-jobbern, die zusätzlich zur hitze auch noch der knallenden mittagssonne ausgesetzt werden.

ich bin für liegeflächen an den unis, in büros, läden und wo überall sonst noch gearbeitet wird. und das übrigens nicht nur im sommer. auch im winter kennt man es: nach dem essen wird man müde, steht auch in einer studie der universität von manchester. mittagsschlaf für alle!

PS: Das foto ist nicht ganz das was ich gesucht habe, trotzdem: ich erinnere mich mit freude an die berichterstattungen über die eröffnung vom ersten ikea in china vor ein paar jahren. damals fielen wohl erst jede menge chinesen ins ikea ein und dann pünktlich zur mittagszeit in die ausgestellten sofas und betten – in china macht nämlich angeblich die ganze gesellschaft mittagsschlaf.

(Bild von www.http://www.afg-deko.ch)

eins, zwei, mp3

da unglaublich (masssssig, waaaaahnsinnig viele, huuuunderte von tauuuuusenden) suchanfragen zum mustek v200b auf meiner seite landen, möchte ich jetzt mal service bieten und kurz schreiben, was mir mein mp3-player bis jetzt so gebracht hat. die antwort kommt prompt: nicht viel gutes, ehrlich gesagt. als erstes muss ich zugeben, dass ich ihn ja doch nicht genutzt habe, um inhaltlich wertvolle und intellektuell hochwertige podcasts zu hören, sondern – man ahnt es – für musik. mit den podcasts hatte ich schlicht das problem, dass der mp3-player nicht laut genug gestellt werden kann – beim fahrrad fahren war es manchmal schwer, dem gesprochenen text zu folgen.

also stattdessen musik, was ja auch ganz schön ist. beim rad fahren im sommer hat sich schon so manche platte des jahres in meinen gehörgang gebrannt. aber beim musik hören unterscheidet sich die mp3-player nutzung ganz deutlich als beim podcast hören, und da liegt das problem. nen podcast macht man an, und dann läuft der ne dreiviertel stunde durch. player an, in die tasche und es geht los, und dann kann man das ding in ruhe lassen.

beim musik hören ist es dagegen so: man hat da viele musik auf dem player. die will man hören. manchmal ein album einer bestimmten band, meistens aber (zumindest bin ich so) alles durcheinander, also im random oder shuffle. da kommen wir zum ersten problem: wenn man die albenordner auf den mustek zieht, und die lieder sind in den einzelnen ordnern, dann spielt der mustek nicht ALLE lieder im shuffle. ich hing also heute im ordner travis – the boy with no name fest und kriegte immer nur lieder aus dem album zu hören, obwohl ich auf die anderen sachen auch bock hatte. außerdem kam ich über die menuführung partout nicht aus dem ordner raus, um mal einen anderen anmachen zu können. jetzt habe ich alle ordner gelöscht, die mp3s sind lose und ungeordnet auf dem player.

kommen wir zu bedienbarkeit. dazu als erstes: dieses modusrädchen zum songs vorspielen, im menu navigieren etc. ist sehr zickig. manchmal reagiert es nicht. man kann es nach recht oder links drehen oder drücken, und je nachdem ob man das kurz oder lang macht erhält man völlig unterschiedliche funktionen. aber man muss schon sehr genau abschätzen, wie lang kurz oder lang ist – lässt man zu früh oder zu spät los funktioniert gar nichts. die navigation durchs menu finde ich nicht logisch – sie erschloss sich mir nur teilweise intuitiv, den rest musste ich im handbuch nachlesen. der kopfhörerstecker muss mit kraft reingesteckt werden, sonst stimmt die verbindung nicht richtig und alles ist viel zu leise. am kopfhörerkabel gibt es keine möglichkeit, zum nächsten track vorzudrücken – man muss immer erst den mp3-player aus der tasche holen, die tastensperre aufheben und weiter drücken – auf dem fahrrad sehr unpraktisch und für mich das größte manko. außerdem ist das kabel etwas kurz. einen clip am player (damit man ihn z.b. an der jacke feststecken kann) gibts auch nicht.

alles in allem ist der mustek v200b ziemlich nervig, aber jetzt hab ich ihn nunmal, und ich kann mich schon damit arrangieren. aber wenn ihr auf der suche seit, guckt nach was besserem! selbst mein p3-player im handy (speicherplatz reicht für etwa 10-15 lieder) kann mehr.