Archiv für den Monat Mai 2009

suche: partei für alle lebenslagen

wer übrigens noch nicht weiß, welche partei er zur europawahl am 07.juni wählen soll, beim wahl-o-mat kann man seine meinung zu 38 thesen angeben, und diese dann mit den forderungen der parteien vergleichen. fast wie bei einer partnerbörse – auf das man die partei finde, die zu einem passt!

think for yourself

aus der kategorie sensible suchmaschinen:

aber aber, lieber suchmaschinenbenutzer oder liebe suchmaschinenbenutzerin. es freut mich zwar, dass du auf meinem blog die antwort auf deine suchanfrage gefunden hast, die suchanfrage selbst macht mich dennoch stutzig:

welcher geschmack hat der lippenstift des geküssten mädchens in „i kissed a girl“ ?

das sieht ja fast so aus, als ob du die 200-euro-frage vom wer wird millionär online spiel einfach zu google rüberkopiert hättest. schummeln gilt nicht! wenn das der jauch erfährt, darfst du nicht mehr mitspielen.

sparst du schon?

neulich beim irgendwo rumsitzen habe ich die aktuelle ausgabe der freundin in die finger bekommen und mal durchgeblättert. ehrlich gesagt sprach mich das groß auf dem cover angekündigte „special“ an:

besser leben – weniger ausgeben!

mode, kultur, auto, wohnen … 66 überraschende tipps, um jetzt clever zu sparen

was dann an tipps kam, hat mich allerdings nur zum kopfschütteln gebracht. ein paar highlights, an die ich mich noch erinnern kann:

– mit dem rauchen aufhören. je nach stärke des konsums könne man bis zu 200 euro im monat sparen. außerdem wäre ja jetzt sowieso überall rauchverbot, deshalb wäre die gelegenheit noch nie so günstig.

als ob die tatsache, das man es dicke hat und vor lauter geld nichts damit anzufangen weiß, der einzige grund wäre, warum leute nicht aufhören können zu rauchen..

– nicht immer unterwegs sandwiches kaufen oder essen gehen. lieber mal zuhause brote schmieren und mitnehmen. spart ungeheuer.

was haben die leute bloss früher gemacht, bevors an jeder ecke ein mcdonalds gab? und wieso teuer? ich denk da kostet der burger nur n euro…

von der art gabs noch mehr hinweise:

jeden morgen auf dem weg zur arbeit nen coffee to go („ich hätt gern nen coffee to go, aber zum mitnehmen bitte!“…) holen ist teuer. vorschlag von freundin: einen thermosbecher kaufen, und zu hause selbst gekochten kaffee darin mitnehmen.

hut ab freundin, darauf muss man erstmal kommen. es ist ja nicht so, dass coffee to go eine neue erfindung von vor ein paar jahren ist, und sich niemand mehr daran erinnern kann, dass es frühmorgens auch los ging, ohne dass bäcker und coffeeshop überteuerten milchschaum zum mitschleppen anboten. geschweige denn, dass es außerhalb der großstädte deutschlands noch jede menge klitschen gibt, wo man überhaupt keinen coffee togo kaufen kann.

und noch einer aus der reihe:

– wie praktisch, wenn man in mundgerechte stücken zerkleinerten salat im supermarkt kaufen kann. man spart sich das schnippeln zu hause. aber laut freundin sollte man lieber einen ganzen salatkopf kaufen. hat mehr, kostet aber weniger.

auch die anderen tipps, die nichts mit essen oder supermarkt zu tun hatten („im supermarkt stehen die teuren produkute auf augenhöhe, die billigen ganz unten oder ganz oben“) waren nicht besser. designerklamotten im factory outlet kaufen, statt neue stühle die alten mit neuem stoffen beziehen lassen.. mehr fällt mir grad nicht ein, aber ich habe eh nicht alle gelesen. das grundmuster war immer dasselbe, und die vorschläge so alt wie das haushaltsbuch meiner urgroßmutter.

aber eins weiß ich ganz genau: wenn so eine story als riesentitelgeschichte angekündigt wird, und damit zehn seiten gefüllt werden, wen wundert da noch das zeitungssterben? kleiner tipp für alle leserinnen: schon mal drüber nachgedacht, ob ihr euch vielleicht die freundin sparen könnt?

internetsperren update

die online petition gegen internetsperren hat nach wenigen tagen am letzten freitag (08.05.09) die erforderliche mindestzahl von 50.000 unterschreibern erreicht. das ist rekord. jetzt kann die petentin franziska heine ihr anliegen vor dem bundestag darlegen. der aktuelle stand liegt bei etwa 78.000. das bedeutet, dass sich nach erreichen der kritischen masse die zahl der unterzeichner langsamer zugenommen hat. auch wenn jetzt auch offline-medien darüber berichten, spricht nichts dagegen, weiter zu unterschreiben. jede stimme ist ein zeichen, auch wenn wirtschaftsminister von guttenberg alle unterzeichner als unterstützer von kinderpornographie ansieht. ich verlinke hier nochmal zu zwei texten zu dem thema, der erste beschäftigt sich mit technischen aspekten, der zweite beleuchtet das thema sehr ausführlich aus unterschiedlichen blickwinkeln. sogar die ganze bundestagdebatte zum thema kann man sich ansehen (ich hatte dafür keine zeit gefunden).

es stellt sich mir bei der petition die frage, ob aus der zahl all diese leute ausgezählt wurden, die zwar unterschrieben, aber keine sinnvollen daten angegeben haben. was nützt es, die petition zwar zu unterschreiben, aber als namen max mustermann, will freisein, oder keine namen anzugeben?

ps: für diejenigen, die es ernst meinen: es lohnt sich, auch mal anzuschauen, was sonst noch so für petitionen eingereicht wurden. für musiker oder auch anderweitig web2.0-interessierte wäre vielleicht auch noch diese hier interessant?

ekel-liste update

die ekel-liste pankower restaurants wurde mit fotos geupdatet. das wollt ihr nicht sehen, klickt es aber bestimmt trotzdem an 😉

Petition gegen Internetsperren

viel kann man im netz nachlesen über den gesetzesentwurf von ursula von der leyen und co. zum thema internetsperren von kinderporngraphie-seiten. leiderhabe ich grad keine zeit, mehr als diese links zum thema zusammenzusuchen. ein plädoyer gegen internet-zensur findet sich auf netzpolitik.org, spiegel.de ist das ganze unter anderem diese meldung wert. jede menge meinungen gibt es in den verschiedensten blogs.

gelinde gesagt:zu diesem gesetzesentwurf hagelt es kritik von allen seiten: von ökonomen, die sich fragen, wie genau der von der leyen beschwörte „massenmarkt“ mit kinderpornographie stattfinden soll, über menschen, die die schleichende einführung von internet-zensur fürchten, bis hin zu technikaffinen, die bemängeln dass die sperren leicht umgegangen werden können. sogar eine vereinigung/bund ehemaliger opfer von sexueller gewalt an kindern (ich weiß den genauen namen leider nicht mehr, wer nen link weiß, bitte kommentieren) meint, der entwurf gehe in die völlig falsche richtung.

das sollte man sich ruhig bei gelegenheit mal alles durchlesen, damit man bescheid weiß warum ich mit allem nachdruck darum bitte, diese petition zu unterschreiben:

Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten

es müssen bis zum 16.06.09 50.000 unterschriften gesammelt werden. und kommt mir nicht mit „da mach ich nicht mit, da muss ich mich ja anmelden“ – das habt ihr bei myspace, facebook, twitter, youtube, hotmail, gmx, gmail, amazon, ebay und was weiß ich wo auch getan ohne zu zögern!