berlin, deine touristen

berlin, deine touristen…

die franzosen sollen ja sehr eingebildet sein, was ihre sprache angeht. sie halten das französische für wunderschön, und wer sich nicht wenigstens ein bißchen mühe gibt, es zu sprechen, bei dem gibt sich der franzose auch keine mühe mit der freundlichkeit.

wer würde es sich da trauen, in frankreich vorbei zu schauen, ohne die obligatorische erste lektion „parlez-vous francais?“ gelernt zu haben?  damit kann man andere leute im hotelflur grüßen, beim ober eine bouilliabaisse bestellen und zu den postkarten gleich die richtigen briefmarken dazu kaufen.

das neuseeländische comedy-duo flight of the conchords zeigt, wie viel lebenslust (nicht savoir-vivre) man mit ein paar grundbegriffen noch so haben kann:

ou est la livre? a la bibliotheque.
et le musique dance? a la discotheque..

na mal ehrlich, schwer zu verstehen war das nicht, oder?

ein paar einfache sätze als vorbereitung auf ein urlaubsziel gegen ein herzliches willkommen heißen – eigentlich ein simpler deal, oder?

doch was in frankreich gang und gebe ist, gilt leider nicht bei uns. von wegen be berlin- die stadt soll freundlich sein, das sollte auch für die touristen gelten. und dazu gehört zum beispiel der anstand, wenigstens hallo, danke und bitte sagen zu können in der sprache des landes, in das man reist. stattdessen muss ich leider oft beobachten, wie englische muttersprachler fast schon wie selbstverständlich davon ausgehen, dass man alles versteht was sie plappern, während südländer offensichtlich glauben, sie müssten nur einfach laut genug schreien, dann versteht man ihre sprache plötzlich schon.

zu persönlich darf man das ganze wohl aber nicht nehmen, denn neu ist das nicht.
schon in den siebzigern machte fawlty towers, die geniale britische serie von monthy pythons john cleese, aus der rüden art der spanier keinen hehl. hier ist es der kellner manuel, dessen unfähigkeit, auch während einem längeren aufenthalt in england mehr als rudimentäre sprachkenntnisse zu erwerben, mehr als einmal mit schlägen bestraft oder mit dem satz „he’s from barcelona“ abgetan wird.  wir lernen: kein spanier ohne „que?“

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Veröffentlicht am 28. August. 2009 in Nicht kategorisiert und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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