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Zeit und Raum

Bild von heart4skies auf deviantart.com

Bild von heart4skies auf deviantart.com

Bye bye Bubble-Tea-Laden Pankow. Sicher zieht in den nächsten Wochen ein sogenannter Hörgeräte-Akustiker in deine Räume ein. Nicht das Schlechteste, wenn man bedenkt, dass 2-3 km weiter südlich ein Kinder-Yoga-Café aus dir werden könnte.

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Republica 2013 – Me In/Side/Out

Seit heute findet in Berlin die Republica statt, die Konferenz für Internet und digitale Angelegenheiten. Weil mein schmaler Geldbeutel mir wie schon in den letzten Jahren keinen Besuch erlaubt, habe ich mich dieses Mal als freiwilliger Helfer angemeldet, um neben der Arbeit auf der Konferenz in den kostenlosen Genuss der Vorträge zu kommen.

Heute morgen um elf haben ich mir einen Beitrag zur Internet-Wählermobilisierung im letzten Wahlkampf von Barack Obama angehört. Obwohl ich die ganzen Erfahrungen zum Online Campaigning recht aufschlussreich fand, hat mich der Vortrag doch teilweise an eine Werbeveranstaltung für den amerikanischen Präsidenten erinnert. Da wurde ein Video gezeigt, dass vom Campaigning-Team gedreht wurde, um die „Fangemeinde“ am Laufen zu halten. Eigentlich ging es in dem Video durchaus auch um politische Inhalte, trotzdem war es meiner Meinung nach viel zu sehr auf Emotionen aus. Die Frage stellt sich natürlich: Wie sehr darf und sollte man politischen Wahlkampf an Gefühle binden?

Danach ging es für mich an die Arbeit. Am Akkreditierungscounter habe ich Besucher begrüßt, Tickets gescannt und Bändchen verteilt. Die Arbeit hat mir sehr viel Spass gemacht, da die verantwortlichen Mitarbeiter und meine Helferkollegen ausnahmslos sehr nette und offene Menschen waren. Es ergab sich das ein oder andere aufschlussreiche Gespräch darüber, was die Besucher der Republica interessiert. Ich hoffe, dies geht in den nächsten zwei Tagen so schön weiter, wenn ich nicht mehr arbeiten muss, sondern mich voll und ganz den Vorträge widmen kann. Unter anderem auf dem Programm stehen für mich Internetaktivismus, Verschwörungstheorien, digitale Bananen, Cory Doctorow und natürlich die Beiträge zum Urheberrecht, die alle Mittwoch Vormittag stattfinden.

Übrigens habe ich alter Maschinenstürmer mir extra für die Republica ein ipad geliehen, um mich dem digitalen Rhythmus anzupassen. Mit dem Teil blogge ich auch gerade. Ich hoffe es passt!

Lawrence Lessig über den US-Wahlkampf: The United States is hopeless

Geht euch das auch so? Der US-Wahlkampf nervt. Seit Tagen, nein, seit Wochen nichts anderes mehr auf allen Kanälen als Obama und Romney im Kampf ums Weiße Haus. Dabei versuchen die deutschen Journalisten, sich an manchmal brisanten, meistens aber schon die letzten Male durchgekauten, Themen abzuarbeiten. Als da wären mögliche Wahlmanipulationen mit den Wahlcomputern (via fefe), die Bedeutung der Swing States (auch von da), und natürlich die mehr oder weniger religiöse Aggressivität oder der Fanatismus aller Beteiligten. Wenige Tage vor der Wahl wird sogar ein Sturm zum Politikum. Wie annalist richtig feststellte, wird sogar in den deutschen Kindernachrichten über die Wahl berichtet. Als könnten deutsche 8-Jährige irgendeinen Einfluss darauf haben. Manch einer Redaktion sind sogar politische Kaffeebecher einen Artikel wert.

So ist das mit der Omnipräsenz der US-Wahl. Für jemanden, der das Thema entnervt zu vermeiden versucht, bin ich ganz schön gut informiert, was? Dabei ist es egal, von welcher Seite die jeweiligen Artikel die Wahl anpacken, die dahinter stehende Botschaft bleibt immer die gleiche: Die US-Wahl ist für uns relevant. Wie das US-amerikanische Volk sich entscheidet, wird auch für unser Leben wichtige Konsequenzen haben.

Eine gegensätzliche Meinung dazu kam vor kurzen aus einer Richtung, aus der ich nicht damit gerechnet hätte. Vor etwa einer Woche war Lawrence Lessig in Berlin und hat einen Vortrag gehalten. Der Mann ist Professor für Recht an der Universität von Harvard, hat das Konzept der Creative Commons, eine Abwandlung des Copyright, erfunden, unter der auch dieser Blog steht, und ist – für alle, die sich für jene Sachen einen Teufel interessieren – auch sonst sehenswert als Mastermind mitreißender digitaler Präsentationstechniken.

Lawrence Lessig spricht also in Berlin über das Internet, über Copyright und Urheberrecht, über Politik, und, man hätte es sich doch eigentlich denken können, über die USA. Und was er so erzählt hat, macht einen hellhörig. Während der Jounalisten-Zirkus uns weismachen möchte, wer der neue US-Präsident wird, hätte für uns weitreichende Konsequenzen, argumentiert Lessig in Richtung etwas Anderem: In Wahrheit, so Lessig, habe die Auswahl der amerikanischen Politiker nicht mal für die Politik des eigenen Landes Konsequenzen.

Hier ist der volle Vortrag, ab Minute 21:30 kommen die dafür relevanten Argumente:

Die USA, so Lessig, sind doch eigentlich nur noch bedingt eine Demokratie, bei der die Macht vom Volke ausgeht. Stattdessen regieren diejenigen Personen, die genügend Geld haben, um den Wahlkampf zu finanzieren. Weil nur jene Politiker, die ihren Wahlkampf finanziert bekommen, überhaupt eine Chance haben, anzutreten. Das macht er mit einer Metapher deutlich, die die Willkür der ganzen Sache unterstreicht. Wie wäre es, wenn erst alle Menschen, die mit Vornamen Lester heißen, bestimmen könnten, wer sich zur Wahl stellen darf. Danach könnte dann die gesamte Bevölkerung abstimmen, welcher der von den Lesters ausgewählten Kandidaten ihr Favourit für den Regierungsposten ist. Würden wir das eine vom Volk ausgehende Demokratie nennen? Nun, meint Lessig, genauso funktioniert aber Wahlkampf in den USA. Die Leute mit dem Geld bestimmen, wer gewählt werden kann. Dazu bringt er ein paar Zahlen ins Spiel: In den USA wohnen 300 Millionen Menschen, von denen etwa 144.000, also 0,05%, Politiker mit so viel Geld unterstützen können, dass es als relevant für die Finanzierung des Wahlkampfes gilt. Wenn man die Summen erhöht, wird die Zahl der Förderer natürlich kleiner. Und so haben, laut Lessig, 0,000015% aller US-Amerikaner, das sind 47 Menschen, 42% des Geldes gegeben, dass im bisherigen Wahlkampf um die US-Präsidentschaft ausgegeben wurde.

Wenn man das, von 82 Millionen Einwohnern ausgehend, auf Deutschland umrechnen würde, wären das 12 Menschen. Man kann sich ja mal den Spass machen und überlegen, wer die zwölf finanziell einflussreichsten Menschen in Deutschland sind, und welche Parteien sie wohl finanziell unterstützen würden. Das Problem mit Parteispenden besteht natürlich auch in Deutschland, aber unter anderen Zusammenhängen und Voraussetzungen und, hoffentlich, nicht in so krassem Maße. Zumindest ist es nicht so, dass ausschließlich von der Privatwirtschaft gut unterstützte Parteien zur Wahl antreten können.

Zurück zu Lessig und den USA. Für die Politiker äußert sich dieser Umstand darin, dass sie ihren Förderern nach dem Mund reden müssen, wenn sie unterstützt werden wollen, also dass sie bei politischen Entscheidungen im Kongress von ihren Geldgebern in deren ideologische Richtung getrieben werden. Es entsteht ein Konflikt zwischen den Bedürfnissen des Volkes und denen der Förderer, dem die Kongressmitglieder nicht gerecht werden können.

Natürlich ist auch den US-Amerikanern bewusst, wie übel es um die Demokratie in ihrem Land steht. Nur 9% vertrauen ihrem Kongress. Die Mehrheit der Leute, die bei den Kongresswahlen 2010 hätten abstimmen könnten, taten dies nicht, und zwar zum Teil, weil sie glaubten das „es egal ist, wer gewinnt. Die Wirtschaft hat trotzdem zu viel Macht und wird verhindern, dass sich wirklich etwas verändert.“

Diese ganzen Zahlen und Aussagen bringt Lessig natürlich nicht einfach so. Sein Vortrag dreht sich ums Urheberrecht, und was er mit seinem Exkurs über die US-Politik sagen will, ist folgendes: Rechtliche Verbesserungen des Copyright-Gesetzes in den USA brauche man nicht zu erwarten, da die finanzielle Unterstützung der Förderer der Privatwirtschaft (ich vermeide bewusst das Wort „Lobbyismus“, weil er es auch nicht gebraucht), jegliche Veränderungen der Gesetzgebung höchst unwahrscheinlich macht. Was heißt höchst unwahrscheinlich! Was neue Gesetzgebungen zum Thema Copyright betrifft, sind die USA laut Lessig schlicht „hopeless“.

Hoffnungslos. Wenn also ein renommierter Harvardprofessor für Recht so die politischen Möglichkeiten seines Landes zusammenfasst, Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen, warum berichten wir gleich nochmal über die Wahl des US-amerikanischen Präsidenten?

früher war alles schöner: tische

Der Bjursta, nackt wie Ikea ihn schuf

Der Bjursta, nackt wie Ikea ihn schuf

Vor etwa einem Jahr habe ich mir einen Wohnzimmertisch gekauft. Dreimal dürft ihr raten, wo! Bei IKEA. Ich mag schöne alte Möbel. Ich habe lange überlegt, ob ich mir einen Tisch vom Flohmarkt hole. Ich habs dann gelassen, weil ich im Moment vom Berliner Second-Hand-Markt angenervt bin. Ich habe das Gefühl, es ist nicht die Zeit, wo man schöne Sache zu einem vernünftigen Preis finden kann. Und ich rede noch nicht mal von Schnäppchen, vom perfekt erhaltenen Biedermeier-Tisch für 50 Euro. Sondern von normalen, vernünftigen Sachen. Stattdessen scheint alles, was ich gesehen habe, entweder in total schlechtem Zustand – vermodert, kaputt, kaputt repariert, oder nach aktuell trendiger „Vintage“ / „Designer“ Art und Weise gnadenlos aufgehippt und unverschämt teuer.

Ich schweife hab…ich habe mich also für den aktuellen Preis-Leistungs-Spitzenreiter bei Ikea entschieden, den Bjursta. Ich hätte gerne einen Massivholztisch gehabt. Der Bjursta ist teilweise aus Spanplatte, aber er kann den soliden Eindruck von Massivholz ziemlich gut imitieren. Man kann ihn mit unter der Tischplatte verdeckten Elementen bis zum anderthalb-fachen seiner Länge verlängern. Er hat eine wunderschöne dunkelbraune Farbe. Er sieht nicht nach Ikea aus (ich weiß, jeder behauptet das von „seinen“ Ikeamöbeln). Tut er wirklich nicht.

Ich will gar nicht über meinen Bjursta meckern. Der ist nicht hässlicher, als der alte Vergleichstisch, um den es gleich gehen soll. Oder schlechter. Ist n Top-Tisch für sein Geld (129 Euro).  Alles in Ordnung.

Ich war mir sicher, dass es keinen besseren Tisch für einen ähnlichen Preis geben könne. Bis ich ihn heute gefunden habe: Einen Tisch, der sicher nicht besser oder schlechter ist als jeder einzelne Bjursta dieser Welt. Dafür ein Tisch mit Geschichte. Draufklicken, ungefähr bis zur Mitte runterscrollen, bis zur Überschrift „Ian Curtis’s kitchen table“. Ja, das ist er…der Küchentisch von Ian Curtis, ging bei Ebay weg für 100 Pfund (das sind am heutigen Tage etwa 120 Euro). Da hätte ich auch das Geld für ne Spedition von Macclesfield nach Berlin bezahlt, wenn ich dafür diesen Tisch gekriegt hätte!

Kesslers Expeditionen

Gerade sitze ich vor der Glotze und gucke Michael Kessler zu, wie er mit einem Esel von Berlin an die Ostsee wandert. Für das Quiztaxi fand ich den Kessler eigentlich immer genau die richtige Besetzung. Er passte gut in die Sendung und war souverän darin, Leute durch Berlin zu kutschieren und sich mit denen über ihr Leben zu unterhalten. Aber hier, in dieser Sendung „Kesslers Expeditionen„, finde ich ihn gerade einfach nur furchtbar. Dieses zwanghafte Geduze aller Leute, die er ungefragt anlabert, dieses schlecht nachgemachte Berlinerisch. Mit aufgesetzter Lockerheit stellt er ziemlich doofe Fragen:

„Fühlt ihr euch jetzt eigentlich als Wendeverlierer?“

Gegenfrage: Meint er wirklich, jemand würde das vor seiner Kamera zugeben?

Irgendwie habe ich auch das Gefühl, das eigentlich die meisten Leute gar nicht wirklich mit ihm reden wollen. Er biedert sich halt krampfhaft an, und man merkt es:

„Nen rotierenden Lautsprecher, weißte Bescheid, ne“

„Jaja, genau, hehe, jaja!“  (und kreist mit dem Finger).

Ich kann mir nicht helfen, aber da fand ich die frühere Umsetzung einer ähnlichen Idee von Martin Sonneborn besser, der 2008 für den Film Heimatkunde entlang des Mauerstreifens um Berlin lief. Der wirkte auf mich ehrlicher, weil er nicht den lockeren Burschen von Nebenan spielte, sondern man ihm angemerkt hat, dass er mehr mit einem journalistischen Ansatz unterwegs war – auf der Suche nach guten (Nach-)Wendegeschichten. Bei „Kesslers Expeditionen“ fehlt glaube ich so ein bißchen das Konzept, die Idee war wohl „Wir gehen mal einfach los und filmen Leute“. Heimatkunde scheint in ein bißchen engeres Korsett gepresst, aber wirkt dadurch irgendwie auch stringenter.

google street view – virtueller tourismus für daheimgebliebene

(UPDATE: Bilder wurden nochmal mit höherer Auflösung hochgeladen.)

gestern nacht ist google street view in deutschland gestartet. gerade vertreibe ich mir die zeit damit, in berlin nach ein paar kuriositäten zu suchen. los gehts:

von den fünf häusern, in denen ich in berlin bisher gewohnt habe, ist eines verpixelt. es fällt mir auf, dass es einige straßenzüge gibt, in denen ganz schön viel an häusern unkenntlich gemacht wurde. und ja, auf den ersten blick stört es schon. aber beim zweiten gucken wird mir klar, dass man wahrscheinlich nicht viel verpasst. die verpixelten häuser sehen sicher nicht viel anders aus, als die links und rechts daneben.

interessant sind kleine „sprünge“ in der kontinuität. hier stehen drei leute an der ampel:

leute da

leute da

aber nur wenn man aus der einen richtung guckt. geht man einen virtuellen schritt weiter, sind sie plötzlich weg:

leute weg

leute weg

dieses mädchen findet google street view höchst seltsam. „papa, guck mal!„:

papa guck mal

papa guck mal

und auch diesen menschen ist das auffällige auto nicht entgangen:

alle gucken

alle gucken

man könnte google auch einen vorwurf machen: street view lügt! denn wer ahnungslos nach einer schönen wohnung in kreuzberg sucht, könnte fast meinen, die gegend um die admiralbrücke wäre ruhig und friedlich. da lohnt es sich, gleich mal die bewertungen zu lesen, die in der sprechblase auf der karte eingeblendet werden, wenn man im suchfeld admiralbrücke, berlin eingegeben hat. alles klar?

admiralbrücke auf google street view

admiralbrücke auf google street view

und nein, es sind auch nicht plötzlich partytouristen da, wenn man die ansicht wechselt. verlockend ist der gedanke aber bestimmt auch für die anwohner anderer gegenden: ein klick, und die störer sind weg.

auch andere, ansonsten belagerte orte sind erstaunlich menschenleer. das brandenburger tor zum beispiel:

brandenburger tor auf google stree

brandenburger tor auf google stree

google war wohl hauptsächlich in den frühen morgenstunden unterwegs, damit sich auf den ansichten keine menschenmassen drängeln. allerdings scheint das auto nicht direkt vom brandenburger tor zum reichstag, der ja quasi um die ecke liegt, gefahren zu sein. denn dort war man wohl mitten in der stoßzeit:

schlange vorm reichstag

schlange vorm reichstag

auf dem weg zum großen stern habe ich noch etwas entdeckt: hier können wir sehen, wie street view funktioniert: es werden von einer kamera, die auf dem dach eines fahrenden autos angebracht ist, in alle himmelsrichtungen fotos geschossen. diese werden dann am computer zusammengefügt. auf diesem screenshot sieht man die grenze zwischen zwei solchen fotos einwandfrei. und die kamera auf dem autodach auch.

so funktionierts

so funktionierts

schlecht bearbeitet, was, google?

in dieser position einmal kurz um die eigene achse drehen. und schon sieht man: dass street view auto zu verpixeln, daran hat google schon gedacht:

street view auto

street view auto

warum heißt es eigentlich verpixeln? verwischen wäre doch viel eher angebracht…

am großen stern erschließt sich mir direkt eine praktische anwedungsmöglichkeit für street view. es könnte wunderbar in fahrschulen eingesetzt werden. es soll ja schon jede menge menschen gegeben haben, die an diesem kreisverkehr verzweifelt sind..

kreisverkehr am großen stern

kreisverkehr am großen stern

stundenlang könnt ich so weiter gucken. aber genug von mir. nun begebt euch mal selber auf die spielwiese. schaut nach drogendealern, bordellgängern oder freunden und bekannten. ich hab schon einen gefunden, der geht aber leider grad nicht ans telefon. auf die reaktion, wenn ich ihm zeige, wo er frontal und trotz unkenntlichmachung super erkennbar im bild rumsteht, bin ich mal gespannt!

diese touristen

kleine anekdote aus der bahn.

an der friedrichstraße steigen zwei gut gelaunte frauen mit rollköfferchen  ein, setzen sich mir gegenüber. am hauptbahnhof stellen sie fest: hier haben wir doch vorhin mit dem zug schon angehalten, da hätten wir ja gar nicht bis zur friedrichstraße fahren brauchen, wir haben ja einen umweg gemacht!

an der nächsten station, bellevue, wird das ganze revidiert: moment mal, hier sollten wir doch gar nicht langkommen,wir fahren ja in die falsche richtung!

dann wird lautstark überlegt, ob man an der nächsten station, tiergarten, aussteigen soll und wieder zurückfahren: macht doch nichts, wir haben ja den ganzen tag zeit.

als der zug am tiergarten hält, haben die damen es sich anders überlegt: nee, wir nehmen lieber am zoo die u9, dann fahren wir nicht so doof hin und her und erleben noch was.

und als die bahn schon fast im bahnhof zoo einrollt, exklamieren die beiden lautstark beim anblick der gedächtniskirche: guck mal, da sind ja lippenstift und puderdose!

„lippenstift und puderdose“? in welchem reiseführer, rubrik „berlinern wie die ureinwohner“ haben die das den gelesen? sowas sagt doch hier gar keiner!

noch’n loft

erst wenn der letzte eckladen zur sushi-bar wurde, wenn die letzte bauruine mit exklusiven lofts bebaut wurde, wenn der letzte Tankstellenwart aus dem Prenzlauer Berg vertrieben wurde, werdet ihr merken, dass man nur mit Menschen, die alle sind wie ihr selbst, nicht leben kann.

verlinken und andere schreiben lassen I

guter artikel auf spreeblick: der berliner szenemensch. deckt sich ganz gut mit einigen beschreibungen, die ich hier veröffentlicht habe.

über 100 kommentare zeigen: man hat das gefühl, sich erklären zu müssen..

wo ich wohne

in diversen posts hier in diesem blog klang es ja schon an, dass ich geraume zeit auf wohnungssuche war..nun bin ich inzwischen seit einem monat in neuer bleibe (daher auch lange nix gebloggt, unter drei wochen ummeldedauer machens die telefonanbieter ja nicht). nachdem ich im letzten sommer kurz aber heftig mit dem wedding geflirtet habe, hat es mich dann doch wieder zu meiner alten liebe pankow zurückgezogen, und zwar noch tiefer hinein als vorher. anders ausgedrückt, ich habe mich aus dem „wichserberg“ verzogen, über den ich zwischenzeitlich den bezeichnenden ausdruck „pregnancy hill“ lernen konnte, und bin direkt nach pankow, mittemang, wie man hier sagt. statt auf kampfmuttis trifft man hier auf alte ossis, aber statt kleinkindern auch auf partyjugendliche im 20er grüppchen. im vergleich zum prenzlberg kann man pankow eigentlich treffend mit einem recht simplen wort beschreiben: normal. hier gibt es noch eine post mit freundlichen angestellten und jede menge geöffneten schaltern, einen bäcker und einen fleischer, ein alte-oma-cafe das hausmannskost serviert, ein jugendzentrum, einen wochenmarkt. für jemanden wie mich, dem eine häuserreihe von touri-hostels über pizza-pasta-thai-restaurants und ladenbüros nichts zu bieten haben, eine wahrlich willkommene rückkehr zur normalität. kein bullshit mehr.

nichts desto trotz weiß ich, dass mein neu gefundenes glück auch nicht unbedingt lange anzudauern braucht. die aufhübschung des sanierungsgebietes pankow-wollankstraße sollte nach plan inzwischen fertig sein (dauert also, da großbauprojekte ja nie rechtzeitig fertig werden, nur noch etwa zwei jahre), in zwei jahren wird der flughafen tegel zugemacht (da dann der großflughafen Willy BrandtJFK auf tschörmen sozusagen – vorraussichtlich fertig sein soll. hier gebe ich mal ein pufferjahr bis zur endgültigen fertigstellung). was das für pankow bedeutet? schön saniert sind die meisten häuser schon. aber dann sind auch die straßen neu gemacht, gas-wasser-scheiße-rohre wurden neu verlegt, hier und da eröffnet noch ein supermarkt..und mit dem fluglärm ists vorbei, es kehrt seelenruhe ein zwischen breite straße und majakowskiring. es ist die ruhe vor dem sturm. denn aus dem süden drücken sie schon und drängen, die prenzlberger familien, wo vati in der werbeagentur arbeitet, mutti nachmittags latte schlürfend mit dem kinderkarren den gehsteig blockiert und die lieben kleinen namen tragen, die nach tofusorten klingen. im prenzlberg wirds zu eng, irgendwann sind alle dachgeschosse zu loftwohnungen aufgewertet. der mauerpark wird zugebaut, die bedürfnisse aller nach frischem grün kann er sowieso schon lange nicht mehr befriedigen. wie die scheiße hoch ins klo werden die prenzlwichser dann nach pankow drücken, wo es schloss- und bürgerpark gibt, sowie noch jede menge frei- und reibeflächen, auf denen eigentumswohnungen entstehen können. es geht schon los, und pünktlich zur schließung von tegel sind wir fertig. gegenüber macht gleich eine neue schule auf, kindergärten gibts auch schon en masse. und bald wird auch hier das bild gerpägt von leuten, die sämtliche lebensmittel im biosupermarkt kaufen. und die scheiße dann trotzdem in fünf plastiktüten verteilt nach hause tragen, weil das „ich kaufe nur bio für mein kind, weils gesünder und besser für die umwelt ist“-bewusstsein nicht bis auf die andere seite der supermarktkasse gereicht hat.

fanmeile mauerfall

was habe ich heute gelernt? der prozess der wende, der deutschen einheit, der in den geschichtsbüchern etwa ein jahr (von november 89 bis oktober 90) und in der realen welt immer noch andauert, wird auch von unserer regierung auf das ereignis mauerfall zugespitzt und verkürzt. und ist am brandenburger tor eigentlich nur ein gegebener anlass, den bei den deutschen auf beiden seiten so beliebte weihnachtsmarkt vorzuverlegen. denn außer aneinandergereiten dominosteinen gab es nur noch aneinandergereite glühwurm- und bratwurststände zu besichtigen. von auseinandersetzung mit der ddr und der heutigen lebenswelt leider keine spur. alles nur zauber für touristen?

wedding ’89

jetzt wo’s draußen wieder kälter wird, möchte ich mich manchmal vor den kamin des 2o. jahrhunderts (= glotze. kamin des 21. jahrhunderts = computer) zurückziehen. doch ich stelle fest, es gibt nur noch drei sendungen: ordnungshüter-tv, mauerfall und tatort.

bei ersterem kriege ich schlimme schmerzen, mit drittem bin ich nicht sozialisiert worden – interessiert mich also nicht. deshalb musste ich verdammt viel mauerfall gucken in letzter zeit. leider laufen nur die immer gleichen bilder von der massendemo am 04.november (40er jahrestag der ddr), der pressekonferenz mit schabowski, und den ossis (sic! aber klingt geiler),die am 09.november nachts über die bornholmer brücke in den westen drängen. da stehen se dichtgerdrängt und erzählen den grenzern, sie wolllten nur mal rüber, gucken, und würden doch auch wieder zurück kommen.

ich frage mich, was haben diese leute wohl gedacht, als sie damals dann das erste mal im westen waren? der westen, den sie hinter der bornholmer brücke fanden, war ja nicht der kudamm oder schniekes charlottenburg. stattdessen war es der dreckige wedding, arbeiter- und einwandererviertel, oll und heruntergekommen – viel anders als drüben im prenzlberg sah es auf den ersten blick deshalb bestimmt nicht aus, stelle ich mir vor.

schade, dass es keine kameraaufnahmen von der anderen seite der mauer in dieser nacht gibt. falls doch, schade das im tv immer nur die gleichen szenen zu sehen sind. ich hätte gern einmal erfahren wie ihn der ddr-bürger so empfand, den wedding ’89.

schufa, was geht?

momentan bin ich auf wohnungssuche. erst musste ich mir ein paar verranzte buden ansehen, die von den vermietern in den anzeigen ziemlich frech als ganz gut beschrieben waren (kein vermieter würde freilich in eine wohnung mit schimmel in der küche einziehen, aber ein dummer, der einzieht findet sich immer). dann hatte ich doch tatsächlich mal das glück, eine gute zu erwischen (ein extra eintrag zu meiner neuen bad-flat-theorie folgt). leider kann man sich heutzutage nicht mehr einfach nur bei der hausverwaltung vorstellen, stattdessen wollen die gleich erstmal mehrere papiere von einem haben. standard sind inzwischen:

– die letzten drei einkommensnachweise

– eine aktuelle mietschuldenfreiheit

– eine aktuelle schufa-auskunft

die ersten beiden dienen dazu, zu beweisen dass ich

1) in den letzten drei monaten geld verdient habe (oder seit mindestens drei monaten einen job habe)

und

2) das sauer verdiente geld auch wirklich dafür genutzt habe, die miete zu bezahlen.

Ich finde allein diese anforderungen schon „doppelt gemoppelt“, wie man so schön sagt. denn eigentlich würde eine mietschuldenfreiheit mehr als ausreichend sein. aber der vermieter will ja nicht nur wissen, dass ich bis jetzt meine miete immer gezahlt habe, der einkommensnachweis dient ihm sozusagen als bestätigung dafür, dass ich auch in zukunft das geld aufbringen kann. ob ich nicht morgen betriebsbedingt gekündigt werde, das werde ich ihm allerdings niemals garantieren können, also sind die einkommensnachweise meines erachtens hinfällig. und statt einer mietschuldenfreiheit müsstens doch eigentlich auch drei kontoauszüge tun, oder?

aber das nervigste kommt noch: die aktuelle schufa-auskunft. die kostet nämlich geld: 7,80 € kostet die sogenannte „schufa-verbraucherauskunft“, die einem per post zugeschickt wird.

auf der webseite der schufa habe ich allerdings noch von einem anderen angebot gelesen: für 15,60 € kann man sich bei der schufa online registrieren lassen und hat dann unbegrenzten zugriff auf seine eigenen daten. soll heißen ich kann auch mal gucken, was die schufa noch so alles über mich weiß, in der „schufa-verbraucherauskunft“ sind ja nicht alle daten aufgelistet, es steht im prinzip nur drin ob man schulden hat oder nicht. eine verbraucherauskunft in papierform kostet für ein registriertes mitglied etwas weniger (ich glaube es waren so 3,60 €, den genaues preis kann ich jetzt gerade auf der webseite nicht finden. wenn man auf der übersichtsseite „meine schufa“ auf „weitere informationen“ klickt, landet man wo? – immer wieder auf der übersichtsseite.). ich dachte mir, das würde sich für mich lohnen, vielleicht brauche ich ja öfter mal so eine verbraucherauskunft, denn

– wer weiß, ob die hausverwaltung nicht wert darauf legt, das ding im original zu behalten

– wer weiß, ob sich auch diese wohnung nicht als mist herausstellt, oder ich aus einem anderen grund (beruf, familie – es gebe genügend) nicht bald wieder umziehen muss

– wer weiß, für welchen scheiß sich noch leute demnächst ausdenken, dass ohne schufa-auskunft nichts läuft.

als netzaffiner mensch ist man ja mit den üblichen registrierungsprozessen bekannt: nix eingeben wo kein sternchen davor steht (was also nicht zwingend notwendig ist, niemand braucht drei telefonnummern unter denen ich zu erreichen bin), aufpassen, das nicht automatisch häkchen gesetzt werden bei „ich abonniere euren täglich newsletter“ oder „ich stimme der  weitergabe meiner daten an dritte zu“, usw.

so dachte ich, kann esalso los gehen, denn auf der übersichtsseite steht:

„Wie kaum ein anderes Unternehmen legt die SCHUFA Ihnen in kürzester Zeit sämtliche Daten offen“

denkste. am letzten donnerstag habe ich mit der hausverwaltung telefoniert, da wurde mir mitgeteilt, dass sie unter anderem eine schufa-auskunft bräuchten, wenn ich mich für die wohnung bewerben will. sofort nach dem telefonat bin ich auf meineschufa.de gegangen um diese auskunft zu beantragen. nachdem ich mich über das oben beschriebene angebot mit der registrierung informiert und mich dafür entschlossen hatte, gab ich all meine daten ein. und dann kam folgendes:

ich bekam eine email mit unter anderem diesem inhalt:

„Aus Sicherheitsgründen setzen wir das Postident-Verfahren ein, um zu vermeiden, dass sich jemand unberechtigt unter Ihrem Namen anmelden kann.

Ihren Zugang zu www.meineSCHUFA.de können wir erst dann freischalten, wenn Sie sich persönlich über Postident in einer Postfiliale identifiziert haben. Wir werden Sie sofort per E-Mail informieren, sobald Ihr Zugang freigeschaltet wurde.“

zugeschickt wurde mir ein pdf mit meinem namen und geburtsdatum und einem barcode, mit diesem und meinem ausweis sollte ich mich persönlich bei der post identifizieren lassen. das hat mich angestunken, weil ich grippe hatte und nicht fit genug war, da hin zu latschen. außerdem habe ich erst ein paar wenige wochen vorher erfahren, dass die post auch nicht mehr das ist was sie mal war. ich soll mich also von einer verkäuferin im schreibwaren-geschäft beglaubigen lassen. sorry, aber großes vertrauen hege ich in ein solches verfahren zur bestätigung meiner identität nicht. werden denn die mitarbeiter dafür geschult?

am freitag schleppte ich mich also zur nächsten „postfiliale“ und ließ mir meine identität bestätigen. wie es danach weiter gehen sollte, wie lange es dauern würde bis ich post von der schufa bekommen würde, ob ich mich jetzt direkt schon da anmelden können würde, als das konnte man mir am schalter dann auch tatsächlich nicht sagen. Ich ging nach hause und probierte es aus – es ging nichts.

„Ihren Zugang zu www.meineSCHUFA.de können wir erst dann freischalten, wenn Sie sich persönlich über Postident in einer Postfiliale identifiziert haben. Wir werden Sie sofort per E-Mail informieren, sobald Ihr Zugang freigeschaltet wurde.“

ach richtig, so lief das. heute, vier tage später (es ist dienstag), kam die email, mit der mir bestätigt wurde, das meine identität bestätigt wurde. prima dachte ich, jetzt kann ich endlich die verbraucherauskunft beantragen, die ich schon seit donnerstag haben will. ich versuchte, mich mit meinem benutzernamen und passwort einzulogen. ich kam nicht viel weiter als sonst. jetzt hänge ich an der nächsten seite fest, auf der ich meine „Zugangskoordinaten“ und meinen „Zugangscode“ eingeben soll, die ich auf meiner „persönliche(n) SCHUFA-XSCard“ finde, welche mir per post zugeschickt wird.

auf den brief warte ich noch. heute kam er nicht. vielleicht ja morgen. morgen ist mittwoch. dann ist es fast eine woche her, das ich mit der hausverwaltung wegen der bewerbung gesprochen habe. dann wollte ich spätestens meine unterlagen dort vorbeigebracht haben, weil ich danach für ein paar tage wegfahre. man kann nicht behaupten, ich hätte meine abwesenheit nicht einplant und mich nicht rechtzeitig um alles gekümmert. ich dachte, eine ganze woche würde reichen, um den papierkram zu erledigen.

den papierkram zu erledigen für eine wohnung, von der doch noch nicht mal sicher ist, ob ich sie kriege. sie liegt ja nur im prenzlberg, wo die leute sich erfahrungsgemäß um wohnungen reißen, und wo der vermieter sicherlich nicht extra für mich zwei wochen länger auf die papiere wartet.

warten heißt es jedoch weiterhin für mich. warten, bis der brief von der schufa kommt, der meine blöde karte enthält, mit der ich mich anmelden kann. nachdem ich das getan habe, muss ich dann die verbraucherauskunft bestellen, dann warten, bis meine bestellung bearbeitet wird, dann warten dass die auskunft mir per post zugeschickt wird. klingt für mich so, als dauert das ganze noch mindestens eine weitere woche.

also schufa, was ist mit der kürzesten Zeit, in der mir alles offengelegt wird? geht das nicht vielleicht noch ein bißchen schneller. es ist ja auch nicht so, dass ihr eine lahmarschige behörde seit, der die nöte und sorgen des einfachen bürgers am arsch vorbeigeht. tatsächlich seit ihr ein privatwirtschaftliches unternehmen, das dienstleistungen für kunden anbietet. und ich ZAHLE für diese dienstleistung sogar!

ich kann nur allen raten, die sich mit dem gedanken an einen umzug tragen, fangt schon mal an die schufa-auskunft zu beantragen. ihr braucht sie auf jeden fall (die hausverwaltungen machens nicht mehr ohne), und es kostet zeit und nerven. ich bin stinksauer!

berlin, deine touristen

berlin, deine touristen…

die franzosen sollen ja sehr eingebildet sein, was ihre sprache angeht. sie halten das französische für wunderschön, und wer sich nicht wenigstens ein bißchen mühe gibt, es zu sprechen, bei dem gibt sich der franzose auch keine mühe mit der freundlichkeit.

wer würde es sich da trauen, in frankreich vorbei zu schauen, ohne die obligatorische erste lektion „parlez-vous francais?“ gelernt zu haben?  damit kann man andere leute im hotelflur grüßen, beim ober eine bouilliabaisse bestellen und zu den postkarten gleich die richtigen briefmarken dazu kaufen.

das neuseeländische comedy-duo flight of the conchords zeigt, wie viel lebenslust (nicht savoir-vivre) man mit ein paar grundbegriffen noch so haben kann:

ou est la livre? a la bibliotheque.
et le musique dance? a la discotheque..

na mal ehrlich, schwer zu verstehen war das nicht, oder?

ein paar einfache sätze als vorbereitung auf ein urlaubsziel gegen ein herzliches willkommen heißen – eigentlich ein simpler deal, oder?

doch was in frankreich gang und gebe ist, gilt leider nicht bei uns. von wegen be berlin- die stadt soll freundlich sein, das sollte auch für die touristen gelten. und dazu gehört zum beispiel der anstand, wenigstens hallo, danke und bitte sagen zu können in der sprache des landes, in das man reist. stattdessen muss ich leider oft beobachten, wie englische muttersprachler fast schon wie selbstverständlich davon ausgehen, dass man alles versteht was sie plappern, während südländer offensichtlich glauben, sie müssten nur einfach laut genug schreien, dann versteht man ihre sprache plötzlich schon.

zu persönlich darf man das ganze wohl aber nicht nehmen, denn neu ist das nicht.
schon in den siebzigern machte fawlty towers, die geniale britische serie von monthy pythons john cleese, aus der rüden art der spanier keinen hehl. hier ist es der kellner manuel, dessen unfähigkeit, auch während einem längeren aufenthalt in england mehr als rudimentäre sprachkenntnisse zu erwerben, mehr als einmal mit schlägen bestraft oder mit dem satz „he’s from barcelona“ abgetan wird.  wir lernen: kein spanier ohne „que?“

ich sehe was was du nicht siehst

aus der kategorie „bescheuerte begründungen“:

sagt der pächter des strandbads tegel (leider kein o-ton), nachdem er einen besucher im die ärtzte t-shirt rauswarf:

„Genauso wie er „Extremisten“ vom Bad fernhalten wolle, möchte er auch keine Pädophilen als Gäste begrüßen – deswegen verbiete er, dass Kinder nackt herumliefen.“

was will uns der gute mann damit sagen? wer was gegen nazis hat, der missbraucht auch kleine kinder?

update: man könnte auch sagen: wahnsinn, der mann hats raus! das ursula von der leyen da nicht drauf gekommen ist…

wer möchte mitzählen, auf viele andere art und weisen diese aussage noch falsch ist?