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grund 378..

…keine kinder zu haben:

und wenn die gegend noch so ruhig, die straße noch so frei ist, ihr müsst eure zeit an jeder roten ampel verplempern, um euren kindern ein gutes vorbild zu sein, während ich als schlechtes beispiel voran und ohne anzuhalten meiner wege gehen kann.

super symbolfoto von wikimedia commons

super symbolfoto von wikimedia commons

ich sehe was was du nicht siehst

aus der kategorie „bescheuerte begründungen“:

sagt der pächter des strandbads tegel (leider kein o-ton), nachdem er einen besucher im die ärtzte t-shirt rauswarf:

„Genauso wie er „Extremisten“ vom Bad fernhalten wolle, möchte er auch keine Pädophilen als Gäste begrüßen – deswegen verbiete er, dass Kinder nackt herumliefen.“

was will uns der gute mann damit sagen? wer was gegen nazis hat, der missbraucht auch kleine kinder?

update: man könnte auch sagen: wahnsinn, der mann hats raus! das ursula von der leyen da nicht drauf gekommen ist…

wer möchte mitzählen, auf viele andere art und weisen diese aussage noch falsch ist?

fenster zu und kissen übern kopp

(UPDATE: neuer link zum video: http://www.youtube.com/watch?v=FNSXeZZoQck)

ich wohne zwar nicht an der admiralbrücke, aber auch so finde ich in diesem video so ziemlich alle gruppen, die mir in berlin täglich auf die nerven gehen.

http://www.spiegel.de/video/video-1015622.html

„das ich mir von irgendwelchen kids und von irgendwelchen touris, die ihr zuhause ganz woanders haben, sagen lassen muss, dass ich hier verschwinden soll, damit sie in ruhe ihren suff und ihre party feiern können, das finde ich respektlos.“

dem stimme ich voll und ganz zu!

eingemauert

auf netzpolitik.org fand ich dieses hammer-geile video der deutschen welle, dass in zehn minuten mit tollen animationen den aufbau der innerdeutschen mauer erklärt.

in deutsch:

und in englisch:

absolut sehenswert!

fete de la … ?

leider fällt mir kein passendes wortspiel ein, obwohl die fete de la musique jetzt schon zwei tage her ist und ich genügend zeit zum überlegen hatte. fete de la mütter würde vielleicht meine erlebnisse gut zusammen fassen, auch fete de la gedränge wäre okay, aber so richtig knackig sind die beide nicht.

ich war zur diesjährigen fete jedenfalls im prenzlberg unterwegs, und meine eindrücke kann und möchte ich eigentlich nur mal schnell zusammen fassen. kollwitzplatz: alles voller mütter, kein durchkommen, nur gedränge. später gesellten sich ein paar alte element of crime fans dazu, die sich von der mütter-masse abhoben, obwohl sie soo besonders gar nicht aussahen. aber ich habe einfach jeden ohne kinderwagen pauschal verdächtigt, extra aus kreuzberg angereist zu sein.

vom element of crime konzert habe ich leider fast nichts mitbekommen. ich muss hier mal die veranstalter kritisieren, das war echt scheiße organisiert. die bühne war an einer straßenkreuzung aufgebaut, die viel zu klein für die masse an publikum war. es gab keinen punkt auf der kreuzung, an dem man in ruhe stehen und zuhören konnte, weil sich permanent leute an einem vorbeischoben, die entweder ein besseres plätzchen suchten oder genug von dem mist hatten. außerdem war die bühne nur von der mitte der kreuzung einsehbar, wer an einer der beiden seitlich hinführenden straßen stand, sah nichts. und hörte auch nicht viel, denn die akustik war bescheiden. also: nichts gehört, nichts gesehen, ständig angerempelt worden, um einen herum kampfeltern mit kindern – so viele, dass es mir sogar unangenehm war, eine rauchen zu wollen – wohlgemerkt unter freiem himmel. ich hatte das gefühl, sofort kommen drei mütter und wollen mit gewissensberuhigender bio-limo löschen.

ich habe das nich mal zwei lieder lang ausgehalten, dann bin ich nach hause gegangen.

später am abend, kurz vorm alles beendeten wolkenbruch, war ich noch kurz im mauerpark, den rest der fete de la musique habe ich im fernsehen und durch berichte von bekannten mitbekommen. ums mal neudeutsch und politisch auszudrücken, ich hatte das gefühl, berlin gentrifiziert sich bei der fete selbst. kindermusik am kollwitzplatz, techno im mauerpark und punk und ska in kreuzberg. und dazu das dementsprechende publikum: mütter, kids, punks. daraus, mal was anderes zu sehen und neue musik zu entdecken, ist nicht viel geworden, für mich jedenfalls nicht.

aber da ichs mir aussuchen kann, nächstes jahr gehe ich wieder nach kreuzberg!

raumschiff berlin

spent the night in friedrichshain
trat als erstes in hundescheiße rein

noch ein berlin lied. das video wurde überall gedreht, außer in friedrichshain..

derweil im berlin-raumschiff:

berlin-enthusiasten overload.
touristenzahl erreicht kritische masse.

…muss abschrecken! starte: alkoholverbot in der innenstadt. ticketpreiseupgrade. ekel-restaurants.

…hilft nicht! verdammt, was nun?

mauerpark irreparabel geschädigt.
leck im kreuzberg 36.

…muss dagegen ankämpfen! starte: brennende nobelkarren in kreuzberg. gefährliche no-go-bezirke. nächtliche übergriffe auf busfahrer und lesben.

die maßnahmen habe keinen erfolg.
mitte ist vollkommen von touristen zerstört.
schöneberg verliert kiez-flüssigkeit.

… es ist aussichtslos. was soll ich noch tun?
oh nein, was ist das?

warnung! warnung!

ich werde von einem riesigen großflughafen und einer o2-arena angegriffen! hiiiiiilfe!

selbstzerstörung eingeleitet.
raumschiff berlin explodiert in 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 …

und dann bin ich aufgewacht. gott sei dank nur ein alptraum. heute aber bleibe ich vorsichtshalber mal lieber zu hause…

ich hab’s geschafft!

http://www.wwwdotcom.com/

ekel-restaurants

in berlin wurde im stadtteil pankow ein neues projekt durchgeführt: lebensmitteltester waren in restaurants und imbissen unterwegs, eigentlich nichts neues. das besondere ist: die ergebnisse kann man sich im internet angucken. die negativliste (pdf) liest sich wie ein gruselkabinett. in zwei der besonders abstoßenden restaurants auf der liste war ich sogar schon. ich beruhige mich damit, dass ich dem einen schon seit mehreren jahren keinen besuch abgestattet hatte, weil die qualität nachgelassen hatte, und beim zweiten beim essen sofort ein ungutes gefühl hatte. aber ob man sich immer drauf verlassen kann?

ich finde die liste super, ich hoffe sie wird regelmäßig aktualisiert. das signal der positivliste freut mich irgendwie auch: wenigstens essen die,  die sichs nicht aussuchen können (bewohner im altersheim) gut!

update: hier gibts n video!

doofe modeblogs

mode ist die überwindung der eigenen schamgrenzen für eine saison.

und  dann gibt es danach die breittretung dessen in zweierlei art von blogs:

einmal gibt es da die leute, die klamotten, die sie sich neu gekauft haben, fotografieren und im blog veröffentlichen. das können nur menschen sein, die nicht im modebusiness arbeiten, aber gerne etwas damit zu tun haben würden. im wahren leben bleibt ihnen die anerkennung der kollegen und freunde versagt, die nicht jedes mal angerannt kommen und jubeln „was fürn süßes top“ oder „boah sind das geile schuhe“. also kleistern sie das web mit bildern zu, in der hoffnung  das sich irgendwann eine dahergelaufene aus nem dorf in buxtehude findet, wo es sowas nicht gibt, und die der blogschreiberin dann einen „tollen stil“ attestiert.

noch schlimmer aber sind die modeblogs die sich der „straße“ verschrien haben, ein genre, das inzwischen so populär ist, dass es schon in jeder kaufhauszeitschrift erwähnt wird. hier spielen sich gelangweilte menschen mit tagesfreizeit (nix für leute, die 8-10 stunden in büro/laden/werkstatt sind) als trendscouts auf und fotografieren aufgetakelte leute auf der straße. unter dem deckmantel der kunst („ich fotografiere mit der und der kamera“) versucht auf diese weise eine gruppe von menschen, die ihren modegeschmack als elitär empfinden, anderen zu zeigen wie man sich zu kleiden hat. schlimm ist daran, dass sich diese blogger nicht selbst präsentieren, sondern auch noch als richter über die kleidung anderer firmieren. wer einen anderen stil trägt, oder wem klamotten schlicht egal sind, ist unwürdig. die abfotografierten posen gern, man fühlt sich ja geschmeichelt, bekommt man doch den „tollen stil“ attestiert, auf den die blogger der ersten kategorie so scharf sind.

Der Vorleser

Ein Trend der letzten Jahre Hollywood-Kino lautet ja, sich dem alten Europa anzunähern. Nachdem es irgendwann auffiel, dass sich das Große Kino immer öfter und unverhohlener der europäischen Stoffe bediente (z.b. bei der hollywood-aufbereiteten Darstellung des Lebens der Gebrüder Grimm als „Jacob“ (Heath Ledger) und „Will“ (Matt Damon), sind die Produzenten jetzt dazu übergegangen, Gemeinschaftsproduktion mit Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland etc. einzugehen. Ob Franka Potente als Freundin von Jason in den Bourne-Filmen, Jessica Schwarz als Prostituierte in Das Parfüm oder Alexandra Maria Lara als Torte von Ian Curtis in Control (wir erwähnen gar nicht erst Valkyrie) wahrscheinlich will man nun auch die letzten Hollywood-Verächter ködern, indem man europäische Schauspieler gewinnt und auf europäischem Boden dreht. Außerdem sicherlich nicht unerheblich ist die Erwartung der Produzenten, dass die Filme dadurch realistischer wirken, frei  nach dem Motto: Wir lassen die Deutschen bei ihrem deutschen Kram ein bißchen mitwirken, damits so aussieht als wenn der Film von Leuten gemacht wurde, die Ahnung haben. Aus dem selben Grund dürfen die Deutschen wohl auch öfter die Nazis spielen?

Zum place to be oder eher zum place to shoot mausert sich in den letzten Jahren Görlitz, diese östlichste Stadt Deutschlands, die zwar ansonsten mit allen üblichen Vorurteilen behaftet ist wie jede andere sächsische (oder ostdeutsche?) Stadt auch (dumme Leute, Arbeitslosigkeit, Faschos in der Politik und auf den Straßen), die aber auch mit Internationalität und Grenznähe wirbt und, und das war bisher das für Filmemacher entscheidende, mit hervorragend erhaltener Altstadt und günstigen Preisen gesegnet ist.

Den Anfang der „wir-drehen-für-unseren-Film-mal-in-Görlitz“-Reihe machte Around The World in 80 Days von Frank Coraci (Amerikaner), der 2004 in die Kinos kam, in den Hauptrollen Jackie Chan (sehr amerikanisch) und Steve Coogan (ur-britisch). Die Story übrigens basierend auf dem Roman Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne (Franzose), veröffentlicht 1873. Damals wurde Görlitz als Drehort ausgewählt, weil es möglich war, Szenen von überall auf der Erde in dieser Stadt vor realistisch wirkender Kulisse zu drehen. So musste die Görlitzer Innenstadt als Paris herhalten während die alten Gemäuer der Landskron Brauerei den Hafen von New York geben sollten.

Der nächste Film aus Görlitz steht nun in den Startlöchern. Heute habe ich den Trailer zu Der Vorleser, englischer Titel The Reader gesehen, die Verfilmung des wohl international erfolgreichsten deutschen Romans überhaupt (bis „Feuchtgebiete“?) von Bernhard Schlink. Auch hier muss Görlitz wieder als Kulisse für irgendetwas anderes herhalten, wenigstens darf es diesmal aber immerhin schon eine andere deutsche Stadt sein. Ansonsten dominiert wieder die „Internationalität“: Regisseur Stephen Daldry ist Brite, Ralph Fiennes (Amerikaner) sicherte sich die Rolle des moralisch ambivalenten Deutschen (Hilfe, ich liebte eine Aufseherin) und Kate Winslet darf die weibliche Hauptrolle Hannah Schmitz geben. Schon diese Wahl zeigt die Verarbeitung des Produkts für den globalen Markt, denn wie „ein Pferd“, grob, leicht übergewichtig, süßlich nach schweiß duftend wirkt Kate Winslet im Trailer nicht, auch wenn ich sie in der Rolle viel lieber sehe als die zuerst verpflichtete Nicole Kidman, die dann die Dreharbeiten wegen Schwangerschaft absagen musste.

Deutsche Schauspieler sind auch dabei, zum Beispiel die obligatorischen Bruno Ganz als personifiziertes schlechtes Gewissen und Alexandra Maria Lara darf auch in diesem film ein Piepsmäußchen mit unveränderbarem Gesichtsausdruck spielen. Die eigentlich dritte Hauptrolle, sozusagen den Ralph Fiennes in jungen Jahren spielt David Kross, der in Detlev Bucks Knallhart mit damals 15 jahren schon ein fantastisch gespieltes Filmdebüt ablieferte. Ihm und Kate Winslet beim Spielen zuzusehen, darauf freue ich mich. ansonsten  verspricht der Trailer ziemlich viel Schleim und Kitsch für meinen Geschmack – eben „ganz großes Kino“. Hier ist er:

Görlitz ist übrigens zu sehen in den Szenen mit den Gründerzeithäusern und wann immer eine Straßenbahn im Bild ist.

Als nächster polterte dann übrigens Quentin Tarantino durch Görlitz, der da für seinen neuen Film Inglourious Basterds drehte. Darin steht Görlitz für Italien und die Nazis dürfen wieder von den Deutschen (Daniel Brühl) gespielt werden. Wir sind gespannt, was als nächstes kommt, bestimmt kein Film über Görlitz selbst, Regie von den Coen Brüdern, mit Angelina Jolie als Görlitzer Hartz-Vier-Nazi und Moritz Bleibtreu als ihr polnischer Geliebter.Oder doch?

obama als der neue blair

heute nacht scheint für einige leute verdammt wichtig zu sein. alle echten und wunsch-amerikaner, mit denen ich in letzter zeit zu tun hatte, sind jedenfalls ganz aus dem häuschen. es wimmelt nur so von vote for obama t-shirts, us-amerikanischen flaggen im taschenformat und mädels, die mit stolz geschwellter brust women for obama buttons tragen. die allgegenwärtige berichterstattung über die us-wahlen, die nun schon seit monaten andauert, suggeriert es mehr als deutlich: weg mit objektiver berichterstattung, barack obama wird als retter des us-amerikanischen volkes gezeigt, als heiland, der mann der die gute, die richtige art der demokratie zurückbringt, nach 8 jahren bush-regierung.

da tun sich gewisse parallelen auf. wir gehen zurück ins jahr 1997 und schauen auf die aufregung, die damals der kanditat der britischen demokraten, tony blair, erzeugte. gefeiert als rettung nach 18 jahren konservativer tory-regierung, als der popstar unter den politikern, den sogar echte popstars unterstützten. großbritannien war gernevt vom konservativismus, einer regierung die nicht machte was das volk wollte, und auch einen sinnlosen krieg gab es damals, von thatcher wegen der falklandinseln angezettelt. nach ihrem rücktritt wuchs die allgemeine unzufriedenheit mit der kopflosen regierungsarbeit der britischen konservativen.

dann kam blair und machte wahlkampf. seine larbour partei nannte er in new labour um, der begriff sollte anschaulich machen, was eine regierung unter blair zu bieten hatte – etwas neues, frisches. tony blair war cool, er kam dynamisch rüber, hatte flotte sprüche drauf, wirkte clever, witzig, sogar einen gewissen sex-appeal wollte man ihm damals nicht absprechen. na, klingelts? die art der lobpreisung, die ihm damals aus den medien entgegenschlug, ist durchaus mit der um obama heute zu vergleichen.

aber was in 11 jahren blair-regierung passiert? großbritannien hat sich am irak-krieg beteiligt, blair geriegt deswegen in misskredit. auch sonst fällte er entscheidungen, die vom britischen volk negativ beurteilt wurden. als ein beispiel sei hier nur die einführung der id cards genannt. ab 2009 sollen die britischen bürger damit ausgestattet werden. die id cards entsprechen dem deutschen personalausweis, sind aber unter den briten eher umstritten. sie provozieren das gefühl, für den staat eine nummer zu sein, der brite kommt sich bevormundet und überwacht vor.

als tony blair mitte 2007 zurücktrat, wurde er zwar auch für seine errungenschaften gelobt, das vorherrschende gefühl war jedoch eher erleichterung – die erwartungen, die vom volk in ihn gesetzt wurden, hatte er überwiegend nicht erfüllt. als cooler premier wurde er nicht mehr bezeichnet.

wir warten nun ab, wie sich obama und seine new liberals schlagen werden, wenn die aufregung einer zwangweise folgenden ernüchterung weicht.

abkürzungen

und weil wir grad über karlsruhe gelesen haben, hier noch ein hinweis an unsere journalisten von auswärts: die abkürzung von bundesverfassungsgericht lautet BVerfG. ich benutze ausnahmsweise mal großbuchstaben, damit das klar wird. mit der abkürzung bvg bringt ihr die berliner nur zum schmunzeln. hier ist die bvg die berliner verkehrsgesellschaft und damit gängiger ausdruck für den täglichen wahnsinn on the road.

es gibt nicht das falsche wetter, es gibt nur die falsche kleidung…

überraschendes fand ich gerade auf der seite wetter.com. irgendjemand scheint da seine hausaufgaben nicht gemacht zu haben – keiner weiß, wies wetter wird. eigentlich ist wetter.com ne geile seite: wettersuche über postleitzahleneingabe (find ich total einfach), links zu webcams, bis-zu-16-tage-aussichten für die urlaubsplanung und das wetter weltweit. wer wissen möchte, wieviel grad die liebsten in mexiko stadt gerade haben, ist bei wetter.com richtig.

doch vor 5 minuten bot sich mir dieses bild: für die momentane anzeige hats noch gereicht.

57

wetter 16.07.08 08:57

beim runterscrollen gabs dann die überraschung: normalerweise kommen hier angaben wie die zu erwartenden temperaturen mittags, abends und nachts und die regenwahrscheinlichkeit. und das ganze für die nächsten drei tage. aber heute helfen wohl nur noch bauernregeln:

die wettervorhersage

die wettervorhersage

ich nehm mal vorsichtshalber den schirm mit…

dinge die die welt nicht braucht

ein ganz schönes spielzeug möchte ich heute vorstellen, das im supermarkt plus im moment käuflich zu erwerben ist. für läppische € 19,99 gibts da diese fernglaswebcam zu erwerben:

fernglaswebcam bei plus

fernglaswebcam bei plus


das gute stück hat einen 4-fach zoom, eine bildauflösung von 1600 x 1200 pixel und ist um 360° drehbar. letztere drehfunktion ist aber meines erachtens überflüssig, einmal auf das fenster zum schlafzimmer der nachbarin gerichtet bewegt sich diese kamera so schnell nicht mehr woanders hin. natürlich sieht man an dem bild dass das ding relativ klein ist, und das plus supergute ferngläser für 20 tacken verkauft glaub ich auch nicht, aber allein die tatsache dass es das gibt finde ich schon etwas gruselig. ich unterstelle ohne zu zögern, das so manch einer von diesem teil auf böse gedanken kommen könnte.

in dem zusammenhang passt es ganz gut, dass die nachrichten im moment das thema google street view nicht aussparen, dessen kamerafahrzeuge momentan in frankfurt, münchen und berlin unterwegs sind, um sämtliches abzufotografieren. interessante beiträge dazu gibt es von der abendschau und den tagesthemen. mir ist das auto noch nicht übern weg gefahren, aber falls das passieren sollte, kriegt die ganze welt bald meinen mächtigen stinkefinger im netz zu sehen…

eins, zwei, mp3

da unglaublich (masssssig, waaaaahnsinnig viele, huuuunderte von tauuuuusenden) suchanfragen zum mustek v200b auf meiner seite landen, möchte ich jetzt mal service bieten und kurz schreiben, was mir mein mp3-player bis jetzt so gebracht hat. die antwort kommt prompt: nicht viel gutes, ehrlich gesagt. als erstes muss ich zugeben, dass ich ihn ja doch nicht genutzt habe, um inhaltlich wertvolle und intellektuell hochwertige podcasts zu hören, sondern – man ahnt es – für musik. mit den podcasts hatte ich schlicht das problem, dass der mp3-player nicht laut genug gestellt werden kann – beim fahrrad fahren war es manchmal schwer, dem gesprochenen text zu folgen.

also stattdessen musik, was ja auch ganz schön ist. beim rad fahren im sommer hat sich schon so manche platte des jahres in meinen gehörgang gebrannt. aber beim musik hören unterscheidet sich die mp3-player nutzung ganz deutlich als beim podcast hören, und da liegt das problem. nen podcast macht man an, und dann läuft der ne dreiviertel stunde durch. player an, in die tasche und es geht los, und dann kann man das ding in ruhe lassen.

beim musik hören ist es dagegen so: man hat da viele musik auf dem player. die will man hören. manchmal ein album einer bestimmten band, meistens aber (zumindest bin ich so) alles durcheinander, also im random oder shuffle. da kommen wir zum ersten problem: wenn man die albenordner auf den mustek zieht, und die lieder sind in den einzelnen ordnern, dann spielt der mustek nicht ALLE lieder im shuffle. ich hing also heute im ordner travis – the boy with no name fest und kriegte immer nur lieder aus dem album zu hören, obwohl ich auf die anderen sachen auch bock hatte. außerdem kam ich über die menuführung partout nicht aus dem ordner raus, um mal einen anderen anmachen zu können. jetzt habe ich alle ordner gelöscht, die mp3s sind lose und ungeordnet auf dem player.

kommen wir zu bedienbarkeit. dazu als erstes: dieses modusrädchen zum songs vorspielen, im menu navigieren etc. ist sehr zickig. manchmal reagiert es nicht. man kann es nach recht oder links drehen oder drücken, und je nachdem ob man das kurz oder lang macht erhält man völlig unterschiedliche funktionen. aber man muss schon sehr genau abschätzen, wie lang kurz oder lang ist – lässt man zu früh oder zu spät los funktioniert gar nichts. die navigation durchs menu finde ich nicht logisch – sie erschloss sich mir nur teilweise intuitiv, den rest musste ich im handbuch nachlesen. der kopfhörerstecker muss mit kraft reingesteckt werden, sonst stimmt die verbindung nicht richtig und alles ist viel zu leise. am kopfhörerkabel gibt es keine möglichkeit, zum nächsten track vorzudrücken – man muss immer erst den mp3-player aus der tasche holen, die tastensperre aufheben und weiter drücken – auf dem fahrrad sehr unpraktisch und für mich das größte manko. außerdem ist das kabel etwas kurz. einen clip am player (damit man ihn z.b. an der jacke feststecken kann) gibts auch nicht.

alles in allem ist der mustek v200b ziemlich nervig, aber jetzt hab ich ihn nunmal, und ich kann mich schon damit arrangieren. aber wenn ihr auf der suche seit, guckt nach was besserem! selbst mein p3-player im handy (speicherplatz reicht für etwa 10-15 lieder) kann mehr.