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Verlinken und andere schreiben lassen III: Space Night, Gema und Freie Musik

Als ich mich in der Uni mit Urheberrecht und Digitalisierung beschäftigt habe, war irights.info für mich ein wichtiger Anlaufpunkt. Auf der Webseite finden sich für verschiedene Kunstbereiche (Fotos, Musik, Filme, Programme, etc.) praktische Hinweise für den Umgang mit Urheberrecht, sowie immer wieder hochspannende Essays zu aktuellen rechtlichen und netzpolitischen Themen. Nachdem die Kurse und Prüfungen vorbei waren, haben ich einige der Blogs zum Thema wieder aus meinem RSS-Feed geschmissen, aber bei irights bin ich irgendwie hängen geblieben. Und gerade hat sich mal wieder gezeigt, warum: Ein Eintrag über die vor kurzem drohende Einstellung der BR Space Night wegen der Erhöhung der GEMA-Tarife. Das heißt, nein, gerade darum geht es in dem Beitrag nicht. Das ist nur der Ausgangspunkt. Danach wird gut verständlich aber trotzdem prägnant mal dargestellt, von welchen ideologischen Standpunkten aus sich das Thema GEMA vs. freie Musiklizenzen betrachten lässt. Un damit die Frage: Wieviel ist die Kunst uns wert?

Genug gefragt, ich wollte ja nur verlinken und die anderen schreiben (bzw. antworten) lassen:

Rettung der Space Night: Ende gut, bitterer Nachgeschmack

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internetsperren update

die online petition gegen internetsperren hat nach wenigen tagen am letzten freitag (08.05.09) die erforderliche mindestzahl von 50.000 unterschreibern erreicht. das ist rekord. jetzt kann die petentin franziska heine ihr anliegen vor dem bundestag darlegen. der aktuelle stand liegt bei etwa 78.000. das bedeutet, dass sich nach erreichen der kritischen masse die zahl der unterzeichner langsamer zugenommen hat. auch wenn jetzt auch offline-medien darüber berichten, spricht nichts dagegen, weiter zu unterschreiben. jede stimme ist ein zeichen, auch wenn wirtschaftsminister von guttenberg alle unterzeichner als unterstützer von kinderpornographie ansieht. ich verlinke hier nochmal zu zwei texten zu dem thema, der erste beschäftigt sich mit technischen aspekten, der zweite beleuchtet das thema sehr ausführlich aus unterschiedlichen blickwinkeln. sogar die ganze bundestagdebatte zum thema kann man sich ansehen (ich hatte dafür keine zeit gefunden).

es stellt sich mir bei der petition die frage, ob aus der zahl all diese leute ausgezählt wurden, die zwar unterschrieben, aber keine sinnvollen daten angegeben haben. was nützt es, die petition zwar zu unterschreiben, aber als namen max mustermann, will freisein, oder keine namen anzugeben?

ps: für diejenigen, die es ernst meinen: es lohnt sich, auch mal anzuschauen, was sonst noch so für petitionen eingereicht wurden. für musiker oder auch anderweitig web2.0-interessierte wäre vielleicht auch noch diese hier interessant?