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Urheberrecht und Kulturflatrate für Alle!

Ja, für alle! Die Heinrich-Böll-Stiftung hat ein 5-Minuten-Video veröffentlicht, in dem die Grundgedanken und aktuellen Baustellen des Urheberrechts (Digitalisierung, Filesharing, Kultuflatrate, Crowdfunding) erklärt werden. Und zwar für Laien, Gehörlose, Botaniker, Spitzweg-Fans, Lottospieler sowie Fetischisten geiler Optik. Und wenigstens eines davon sind war ja wohl fast alle, oder?

(via).

Und wer dann das Thema für sich entdeckt hat, kann gerne noch in die Tiefe gehen. Denn wie irights.info schreibt, wurde ebenfalls heute ein von den Grünen in Auftrag gegebenes Gutachten (pdf) veröffentlicht, dass klären soll, unter welchen (vor allem rechtlichen) Bedingungen eine Kulturflatrate in Deutschland funktionieren kann.

Es scheint ein guter Tag für kreative Ideen zu sein!

Übrigens: Crowdfunding ist Anglizismus des Jahres 2012. Für den interessanterweise auch ein deutsches Synomyn existiert, das aber anscheinend ausschließlich von Anglizismus-Gegnern genutzt wird.

Wann kommt eigentlich das Leistungsschutzrecht für Wortneuschöpfungen? Gott bewahre…

Verlinken und andere schreiben lassen III: Space Night, Gema und Freie Musik

Als ich mich in der Uni mit Urheberrecht und Digitalisierung beschäftigt habe, war irights.info für mich ein wichtiger Anlaufpunkt. Auf der Webseite finden sich für verschiedene Kunstbereiche (Fotos, Musik, Filme, Programme, etc.) praktische Hinweise für den Umgang mit Urheberrecht, sowie immer wieder hochspannende Essays zu aktuellen rechtlichen und netzpolitischen Themen. Nachdem die Kurse und Prüfungen vorbei waren, haben ich einige der Blogs zum Thema wieder aus meinem RSS-Feed geschmissen, aber bei irights bin ich irgendwie hängen geblieben. Und gerade hat sich mal wieder gezeigt, warum: Ein Eintrag über die vor kurzem drohende Einstellung der BR Space Night wegen der Erhöhung der GEMA-Tarife. Das heißt, nein, gerade darum geht es in dem Beitrag nicht. Das ist nur der Ausgangspunkt. Danach wird gut verständlich aber trotzdem prägnant mal dargestellt, von welchen ideologischen Standpunkten aus sich das Thema GEMA vs. freie Musiklizenzen betrachten lässt. Un damit die Frage: Wieviel ist die Kunst uns wert?

Genug gefragt, ich wollte ja nur verlinken und die anderen schreiben (bzw. antworten) lassen:

Rettung der Space Night: Ende gut, bitterer Nachgeschmack

put the raubkopierer into the marmeladenglas

herrlicher artikel auf irights.info für alle, die sich für urheberrecht und neue vergütungsmöglichkeiten für künstler interessieren.