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verlinken und andere schreiben lassen I

guter artikel auf spreeblick: der berliner szenemensch. deckt sich ganz gut mit einigen beschreibungen, die ich hier veröffentlicht habe.

über 100 kommentare zeigen: man hat das gefühl, sich erklären zu müssen..

fenster zu und kissen übern kopp

(UPDATE: neuer link zum video: http://www.youtube.com/watch?v=FNSXeZZoQck)

ich wohne zwar nicht an der admiralbrücke, aber auch so finde ich in diesem video so ziemlich alle gruppen, die mir in berlin täglich auf die nerven gehen.

http://www.spiegel.de/video/video-1015622.html

„das ich mir von irgendwelchen kids und von irgendwelchen touris, die ihr zuhause ganz woanders haben, sagen lassen muss, dass ich hier verschwinden soll, damit sie in ruhe ihren suff und ihre party feiern können, das finde ich respektlos.“

dem stimme ich voll und ganz zu!

fete de la … ?

leider fällt mir kein passendes wortspiel ein, obwohl die fete de la musique jetzt schon zwei tage her ist und ich genügend zeit zum überlegen hatte. fete de la mütter würde vielleicht meine erlebnisse gut zusammen fassen, auch fete de la gedränge wäre okay, aber so richtig knackig sind die beide nicht.

ich war zur diesjährigen fete jedenfalls im prenzlberg unterwegs, und meine eindrücke kann und möchte ich eigentlich nur mal schnell zusammen fassen. kollwitzplatz: alles voller mütter, kein durchkommen, nur gedränge. später gesellten sich ein paar alte element of crime fans dazu, die sich von der mütter-masse abhoben, obwohl sie soo besonders gar nicht aussahen. aber ich habe einfach jeden ohne kinderwagen pauschal verdächtigt, extra aus kreuzberg angereist zu sein.

vom element of crime konzert habe ich leider fast nichts mitbekommen. ich muss hier mal die veranstalter kritisieren, das war echt scheiße organisiert. die bühne war an einer straßenkreuzung aufgebaut, die viel zu klein für die masse an publikum war. es gab keinen punkt auf der kreuzung, an dem man in ruhe stehen und zuhören konnte, weil sich permanent leute an einem vorbeischoben, die entweder ein besseres plätzchen suchten oder genug von dem mist hatten. außerdem war die bühne nur von der mitte der kreuzung einsehbar, wer an einer der beiden seitlich hinführenden straßen stand, sah nichts. und hörte auch nicht viel, denn die akustik war bescheiden. also: nichts gehört, nichts gesehen, ständig angerempelt worden, um einen herum kampfeltern mit kindern – so viele, dass es mir sogar unangenehm war, eine rauchen zu wollen – wohlgemerkt unter freiem himmel. ich hatte das gefühl, sofort kommen drei mütter und wollen mit gewissensberuhigender bio-limo löschen.

ich habe das nich mal zwei lieder lang ausgehalten, dann bin ich nach hause gegangen.

später am abend, kurz vorm alles beendeten wolkenbruch, war ich noch kurz im mauerpark, den rest der fete de la musique habe ich im fernsehen und durch berichte von bekannten mitbekommen. ums mal neudeutsch und politisch auszudrücken, ich hatte das gefühl, berlin gentrifiziert sich bei der fete selbst. kindermusik am kollwitzplatz, techno im mauerpark und punk und ska in kreuzberg. und dazu das dementsprechende publikum: mütter, kids, punks. daraus, mal was anderes zu sehen und neue musik zu entdecken, ist nicht viel geworden, für mich jedenfalls nicht.

aber da ichs mir aussuchen kann, nächstes jahr gehe ich wieder nach kreuzberg!

raumschiff berlin

spent the night in friedrichshain
trat als erstes in hundescheiße rein

noch ein berlin lied. das video wurde überall gedreht, außer in friedrichshain..

derweil im berlin-raumschiff:

berlin-enthusiasten overload.
touristenzahl erreicht kritische masse.

…muss abschrecken! starte: alkoholverbot in der innenstadt. ticketpreiseupgrade. ekel-restaurants.

…hilft nicht! verdammt, was nun?

mauerpark irreparabel geschädigt.
leck im kreuzberg 36.

…muss dagegen ankämpfen! starte: brennende nobelkarren in kreuzberg. gefährliche no-go-bezirke. nächtliche übergriffe auf busfahrer und lesben.

die maßnahmen habe keinen erfolg.
mitte ist vollkommen von touristen zerstört.
schöneberg verliert kiez-flüssigkeit.

… es ist aussichtslos. was soll ich noch tun?
oh nein, was ist das?

warnung! warnung!

ich werde von einem riesigen großflughafen und einer o2-arena angegriffen! hiiiiiilfe!

selbstzerstörung eingeleitet.
raumschiff berlin explodiert in 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2 …

und dann bin ich aufgewacht. gott sei dank nur ein alptraum. heute aber bleibe ich vorsichtshalber mal lieber zu hause…